Nachricht vom festgenommenen Journalisten İsmail Arı: 'Es wird versucht, die Akte aufzublähen'

Der BirGün-Reporter İsmail Arı wurde während eines Feiertagsbesuchs in Tokat festgenommen und nach Ankara überstellt. Arı wies auf die Rechtswidrigkeiten hin und erklärte: "Es wird versucht, die Akte aufzublähen, um meine Verhaftung zu erwirken."

12punto

Der Reporter der Zeitung BirGün, İsmail Arı, wurde während eines Familienbesuchs in Tokat festgenommen. Arı, der sich am Abend des 21. März zusammen mit seiner Ehefrau im Landkreis Turhal aufhielt, wurde in den Morgenstunden nach Ankara gebracht. Arı wurde unter dem Vorwurf der "öffentlichen Verbreitung irreführender Informationen" festgenommen.

REAKTION AUF RECHTSWIDRIGE PRAKTIKEN

Die Festnahme von İsmail Arı löste in Journalistenkreisen ein breites Echo aus, woraufhin in Ankara eine Presseerklärung abgegeben wurde. In der Erklärung hieß es: "Beenden Sie diese rechtswidrige Praxis sofort, unser Kollege İsmail Arı muss freigelassen werden."

Nachdem Arı nach Ankara gebracht worden war, zogen sich die Vernehmungen bei der Polizei in die Länge. Die den ganzen Tag andauernden Verfahren endeten nach einer einstündigen Pause um 18.50 Uhr.

"ES WIRD VERSUCHT, DIE AKTE AUFZUBLÄHEN"

Der festgenommene Journalist übermittelte über seine Anwälte eine Nachricht. Arı erklärte: "Ich wurde wegen eines Videos von vor drei Monaten festgenommen. Während meines Feiertagsbesuchs wurde ich 450 km weit nach Ankara gebracht. Meiner Akte werden weiterhin alte Tweets und Videos von mir hinzugefügt. Ich vermute, dass versucht wird, die Akte aufzublähen, um meine Verhaftung zu erwirken." Arı gab an, dass seit einem Jahr ständig nach Vorwänden gesucht werde, um ihn zu verhaften.

Foto: Sercan Meriç