RTÜK verhängt Sendeverbot gegen TELE1 am 'Tag der Pressefreiheit'

Der Hohe Rat für Rundfunk und Fernsehen (RTÜK) hat gegen den Sender TELE1 ein fünftägiges Sendeverbot verhängt. Als Begründung wurden Äußerungen von Merdan Yanardağ zum 15. Juli angeführt. İlhan Taşcı, RTÜK-Mitglied auf dem Ticket der CHP, teilte die Einzelheiten der Entscheidung über seinen Social-Media-Account mit.

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Der Hohe Rat für Rundfunk und Fernsehen (RTÜK) hat beschlossen, gegen den Sender TELE1 ein fünftägiges Sendeverbot zu verhängen. Der Grund für diese Sanktion wurde als die Bewertung des Putschversuchs vom 15. Juli genannt, die Merdan Yanardağ in seiner Sendung „4 Soru 4 Yanıt“ (4 Fragen 4 Antworten) vorgenommen hatte.

İlhan Taşcı, das RTÜK-Mitglied der CHP, das die Entscheidung der Öffentlichkeit bekannt gab, erklärte, dass der RTÜK die Äußerungen von Yanardağ, „Der 15. Juli war ein islamistischer Putschversuch. Die Hauptverantwortung für diesen Putsch trägt die AKP-Regierung“, als Straftatbestand der „Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit“ wertete. Taşcı gab an, dass gegen TELE1 in diesem Zusammenhang ein fünftägiges Sendeverbot sowie eine Geldstrafe in Höhe von 5 Prozent verhängt wurden.

Taşcıs Beitrag fuhr wie folgt fort:

„Am Tag der Pressefreiheit verhängt der RTÜK ein fünftägiges Sendeverbot gegen TELE 1!

Am Jahrestag der Aufhebung der Zensur bestraft der RTÜK erneut Fernsehsender aufgrund ihrer kritischen Berichterstattung.

Was sie wollen, ist, dass die Wahrheit nicht ausgesprochen wird; ihr Ziel ist es, die Presse zum Schweigen zu bringen und die Bildschirme in Dunkelheit zu hüllen.

Der RTÜK, der sich zum größten Hindernis für die Pressefreiheit entwickelt hat, verhängte gegen TELE 1 wegen der Einschätzungen von Merdan Yanardağ in der Sendung „4 Soru 4 Yanıt“, wonach „der 15. Juli ein islamistischer Putschversuch war und die AKP-Regierung die Hauptverantwortung für diesen Putsch trägt“, unter dem Vorwurf der „Aufstachelung der Gesellschaft zu Hass und Feindseligkeit“ ein fünftägiges Sendeverbot und eine Geldstrafe von 5 Prozent. Sollte der Sender innerhalb eines Jahres erneut wegen desselben Paragraphen bestraft werden, steht der Entzug der Lizenz von TELE 1 zur Debatte.“