Stellungnahme des Vereins Zeitgenössischer Journalisten zum Journalisten-Protest: 'Wir stehen an der Seite unserer Kollegen'

Der Verein Zeitgenössischer Journalisten (Çağdaş Gazeteciler Derneği) hat seine Unterstützung für den Protest erklärt, den Journalisten in Zonguldak aufgrund ausbleibender Lohnzahlungen begonnen haben. In der Erklärung des Vereins heißt es: "Die Presseanzeigenbehörde (BİK) muss der anatolischen Presse ohne Diskriminierung und unverzüglich die notwendige Unterstützung zukommen lassen."

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In Zonguldak haben Journalisten aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen, ausbleibender Lohnzahlungen und der zunehmenden Aushöhlung journalistischer Prinzipien beschlossen, in den Protest zu treten. 

'TAUSENDE UNSERER KOLLEGEN SIND ARBEITSLOS'

In der von Ali Ayaroğlu, dem Vorsitzenden des Zonguldak-Zweigs des Vereins Zeitgenössischer Journalisten, unterzeichneten Erklärung wurde Folgendes festgehalten:

"Wir unterstützen von ganzem Herzen den Protest unserer Kollegen in Zonguldak, den sie als Reaktion auf die zunehmende Aushöhlung und Diskreditierung journalistischer Berufsethik, die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und die Tatsache, dass sie nicht die Löhne erhalten, die ihnen zustehen, durchführen werden. 

Wir stehen an der Seite unserer Freunde bei diesen berechtigten Protestaktionen, in denen sie die Arbeitsbedingungen von Journalisten und ihre legitimen Forderungen zum Ausdruck bringen werden.

Wenn wir uns heute den Kern der Sache ansehen, so sind die wirtschaftlichen und sozialen Rechte der in diesem Sektor Beschäftigten faktisch nicht mehr nutzbar. Insbesondere der Zustand der anatolischen Presse ist beklagenswert.

Ein Großteil der Lokalpresse, die das Lebenselixier Anatoliens darstellt, wurde geschlossen. Tausende unserer Kollegen sind heute arbeitslos.

AUFRUF ZUR UNTERSTÜTZUNG AN DIE BİK

Die Zensur, der Druck und die Maßnahmen zur Einschüchterung von Journalisten, die mit der Ordnung vom 12. September begannen, haben das entsprechende Gesetz unbrauchbar gemacht und gewerkschaftliche Rechte funktionsunfähig werden lassen. Die Arbeitsplatzsicherheit wurde dem Wohlwollen des Medienmonopols überlassen. Infolge der Monopolbildung sind Arbeitslosigkeit und Niedriglohnarbeit in der Presse auf Rekordniveau.

Unsere in der Lokalpresse arbeitenden Freunde haben keinerlei soziale Absicherung. Die anatolische Presse ringt unter den wirtschaftlichen Bedingungen mit dem Tod. 

Betrachten wir die Situation in Zonguldak speziell, so herrscht große Hoffnungslosigkeit hinsichtlich der Zukunft der Lokalpresse.

Die Presseanzeigenbehörde (BİK) muss der anatolischen Presse ohne Diskriminierung und unverzüglich die notwendige Unterstützung zukommen lassen."