Hethiter-Stadt Kayalıpınar wird 2024 für Besucher geöffnet

Die 3.800 Jahre alte Hethiter-Stadt Kayalıpınar in Sivas wird im kommenden Jahr für Besucher geöffnet.

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Die 3.800 Jahre alte Hethiter-Stadt Kayalıpınar, die im Landkreis Yıldızeli in Sivas liegt und früher "Samuha" hieß, soll im kommenden Jahr für Besucher geöffnet werden.

Die Ausgrabungen in Kayalıpınar, die erstmals 2005 unter der Leitung der Museumsdirektion Sivas und unter der wissenschaftlichen Beratung von Doz. Dr. Vuslat Müller Karpe von der Philipps-Universität Marburg in Deutschland begonnen wurden, werden in Intervallen fortgesetzt.

Bei den in verschiedenen Perioden durchgeführten Ausgrabungen wurden bisher Spuren von Bauwerken aus der Zeit der assyrischen Handelskolonien, der Hethiter, der Römer und der Byzantiner sowie Gräber aus hellenistischer, römischer und frühchristlicher Zeit und zahlreiche Siegelabdrücke von hethitischen Königen, Prinzen und Beamten gefunden.

Doz. Dr. Çiğdem Maner, Dozentin am Fachbereich für Archäologie und Kunstgeschichte der Koç-Universität und Leiterin der Ausgrabungen, erklärte, dass sie sich neben den archäologischen Forschungsgrabungen auch darum bemühen, Kayalıpınar zu schützen und für zukünftige Generationen zu bewahren.

Maner sagte: "Die ältesten Strukturen von Kayalıpınar sind zwei große, verbrannte Lehmziegelgebäude, die auf das Jahr 1900 v. Chr. datiert werden. Für diese wird derzeit ein Schutzdachprojekt entworfen. Wir werden das Dachprojekt in Kürze der regionalen Kommission für den Schutz von Kulturgütern vorlegen und hoffentlich so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen."

Maner betonte, dass sie Kayalıpınar für den regionalen Tourismus erschließen möchten und fügte hinzu: "Nach der landschaftlichen Gestaltung planen wir, Kayalıpınar im nächsten Jahr für Besucher zu öffnen. Beschilderungen, Wanderwege – all das fehlt hier noch. Damit Schüler und Lehrer von diesem Ort profitieren können, sind eine solide landschaftliche Gestaltung und ein Schutzprojekt erforderlich. Daran arbeiten wir derzeit."

Maner erklärte, dass die älteste Schicht von Kayalıpınar aus derselben Zeit wie Kültepe Kaniş/Karum stamme und sagte: "Hier wurden Tontafeln mit assyrischer Keilschrift gefunden, woraus wir schließen können, dass es sich um Häuser von Kaufleuten handelte."

ARBEITEN AN LEHMZIEGELSTRUKTUREN DAUERN AN

Maner wies darauf hin, dass sie seit etwa 15 Jahren an den mit Planen abgedeckten verbrannten Lehmziegelstrukturen arbeiten und gab folgende Informationen:

"Diesen Sommer haben wir alle Planen entfernt und mit Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten begonnen, um den Zustand der Lehmziegel zu verstehen. Außerdem haben wir mit dem Dachprojekt begonnen. Unser Ziel ist es, diesen Ort zu schützen und gleichzeitig den Kulturtourismus in Kayalıpınar, Sivas und der Türkei zu fördern. Dank dieses Daches möchten wir eines der seltensten und ältesten Lehmziegelbauwerke Anatoliens unter Schutz stellen. In diesem Jahr werden wir hier Proben von den Lehmziegeln und dem Putz entnehmen, um verschiedene Analysen durchzuführen. Anhand der Proben werden wir versuchen festzustellen, wann dieses Gebäude verbrannt ist, aus welchen Materialien die Lehmziegel hergestellt wurden und welche Dicke der Putz hatte. Wir planen, hier in vielen Bereichen zu forschen und die Ergebnisse in einer fundierten Publikation der Öffentlichkeit zugänglich zu machen."