„Abschreckende Strafen“ gegen Gewalt im Sport geplant
Wie berichtet wird, hat das Justizministerium nach dem Angriff auf den Schiedsrichter Halil Umut Meler Maßnahmen für „neue abschreckende Sanktionen“ eingeleitet.
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Der Präsident von Ankaragücü, Faruk Koca, war vor zwei Tagen nach dem 1:1-Unentschieden gegen Çaykur Rizespor schnellen Schrittes auf das Spielfeld gelaufen und hatte dem Schiedsrichter Halil Umut Meler ins Gesicht geschlagen.
Der durch die Wucht des Schlages zu Boden gegangene Meler wurde daraufhin von Begleitern Kocas mit Tritten und Schlägen attackiert.
Koca und die an dem Angriff beteiligten Personen wurden festgenommen. Das Justizministerium hat daraufhin Maßnahmen ergriffen.
Justizminister Yılmaz Tunç teilte über seinen X-Account (ehemals Twitter) mit, dass man die Strafbestimmungen des „Gesetzes Nr. 6222 zur Verhinderung von Gewalt und Unruhen im Sport“ für diejenigen, die die dort geregelten Verbote und Handlungen verletzen, im Hinblick auf ihre abschreckende Wirkung neu bewerten werde.
DETAILS BEKANNT GEWORDEN
TRT Haber hat Details zu der Regelung erfahren. Der neuen, in Arbeit befindlichen Regelung zufolge ist eine Verschärfung der Strafen für Funktionäre vorgesehen, die Gewalt anwenden.
Demnach könnten bei Straftaten wie Körperverletzung je nach Schwere der Gewalt lebenslange Stadionverbote verhängt werden.
Auch die Einführung eines Gesichtserkennungssystems für Zuschauer steht zur Debatte. Dadurch soll verhindert werden, dass Personen, die aufgrund von Strafen mit einem Stadionverbot belegt sind, durch Passolig-Fälschungen Zugang zu den Tribünen erhalten.
Darüber hinaus könnten neue Maßnahmen zur Erhöhung der Stadionsicherheit auf die Tagesordnung kommen. Es sollen Vorkehrungen getroffen werden, um Sicherheitskräfte auf dem Spielfeld effektiver einzusetzen.