Anklageschrift gegen 34 Personen im Ermittlungsverfahren wegen 'Spielmanipulation und Wetten im Fußball' erstellt

Im Rahmen des von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungsverfahrens, das als 'Wetten und Spielmanipulation im Fußball' bekannt ist, wurde eine Anklageschrift gegen 34 Personen erstellt, darunter auch Mert Hakan Yandaş und Metehan Baltacı. In der Anklageschrift wird für Mert Hakan Yandaş eine Freiheitsstrafe von bis zu 17 Jahren und 10 Monaten sowie für Metehan Baltacı eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren und 4 Monaten gefordert.

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Gegen die Verdächtigen, die im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungen, bekannt als 'Wetten und Spielmanipulation im Fußball', festgenommen und inhaftiert wurden, wurde eine Anklageschrift erstellt.

Die separat gegen die Verdächtigen erstellten Anklageschriften wurden zur Prüfung an die zuständigen Gerichte weitergeleitet. Unter den Personen, gegen die Anklage erhoben wurde, befinden sich der Galatasaray-Spieler Metehan Baltacı, der Fenerbahçe-Spieler Mert Hakan Yandaş, die Schiedsrichter Erkan Arslan, Nevzat Okat, Yakup Yapıcı, Ahmet Kıvanç Kader, Nurullah Bayram, Baran Karaman sowie Kerem Yusuf Sirkeci von Fatih Karagümrük, Emircan Çiçek von Pendikspor, Bartu Kaya von Amedspor, İzzet Furkan Malak von Göztepespor, Yunus Emre Tekoğul von Sakaryaspor, Faruk Can Genç von Vanspor, Kadir Kaan Yurdakul von Manisaspor, Orkun Özdemir von Boluspor, Alassane Ndao von Konyaspor, Abdurrahman Bayram von Sakaryaspor, Bahattin Berke Demircan von Beyoğlu Yeni Çarşıspor, Doğukan Çınar von Tirespor, Eyüp Can Temiz von Niğde Belediyespor sowie die weiteren Fußballer Furkan Demir, Gökhan Payal, İbrahim Yılmaz, Mustafa Çeçenoğlu, Ergün Nazlı, Hamit Bayraktar, Hüseyin Aybars Tüfekci, İlke Tankul, Mert Aktaş, İsmail Karakaş, Tufan Kelleci, der TFF-Funktionär Buğra Cem İmamoğlulları und das Fenerbahçe-Kongressmitglied Ersen Dikmen.

In der gegen Mert Hakan Yandaş erstellten Anklageschrift wurde festgestellt, dass er Mitgliedschaften bei den elektronischen Wettanbietern Misli und Nesine unterhielt. Zudem wurde in der Anklageschrift festgehalten, dass Yandaş seit 2019 über Ersen Dikmen Wettscheine platzierte. Es wurde dargelegt, dass zwischen Yandaş und Dikmen ein intensiver Kontakt sowie Geldtransfers bestanden; laut MASAK-Bericht habe Yandaş bei Wettabsichten Geld an Dikmen überwiesen, welcher die eingegangenen Beträge innerhalb kürzester Zeit an elektronische Wettanbieter weiterleitete. Bei der Untersuchung der digitalen Materialien, die gemäß richterlichem Durchsuchungs- und Beschlussbeschluss sichergestellt wurden, seien Belege und Bilder zu den transferierten Geldern sowie Gespräche über das Platzieren von Wettscheinen gefunden worden. In diesen Gesprächen sei sowohl davon die Rede, dass der Verdächtige Ersen Wetten im Namen von Mert Hakan platziere, als auch von gemeinsamen Wetten. Die Anklageschrift kommt zu dem Schluss, dass die Verdächtigen gemeinsam handelten und die ihnen zur Last gelegten Straftaten gemeinsam planten und ausführten. Gegen Yandaş und Dikmen wurde Anklage wegen 'gewerbsmäßigen Betrugs' sowie 'Spielmanipulation und Anstiftung zur Manipulation' mit einer Strafmaßforderung von 4 Jahren, 10 Monaten und 15 Tagen bis zu 17 Jahren, 10 Monaten und 15 Tagen erhoben.

In der gegen Metehan Baltacı erstellten Anklageschrift wird aufgeführt, dass er ein Mitgliedskonto bei der Glücksspielseite Nesine besaß und am 19. März 2021 bei dem von der TFF organisierten Spiel zwischen Galatasaray und Rizespor eine Wette auf 'Gesamttore über 2,5' platzierte. Zum Zeitpunkt der Wette habe der Spieler nicht zum 18-köpfigen Kader gehört, jedoch habe er die Wette verloren, da der Wettschein auch Wetten auf andere Spiele oder Sportarten enthielt. Zudem wird in der Anklageschrift erwähnt, dass er am 17. April 2021 auf das Spiel Göztepe gegen Galatasaray ebenfalls eine Wette auf 'Gesamttore über 2,5' platzierte; auch hier habe er nicht zum 18-köpfigen Kader gehört und die Wette aufgrund der Kombination mit anderen Ereignissen verloren. Des Weiteren wurden in der Anklageschrift ein WhatsApp-Nachrichtenverlauf aus dem Jahr 2021, der einen Wettschein von der illegalen Wettseite vevobahis zeigt, sowie Nachrichten aus dem Jahr 2024 dokumentiert, in denen er während seiner Zeit bei Eyüpspor einer Person namens Ufuk Wettempfehlungen gab. Gegen Baltacı wurde Anklage wegen 'versuchten gewerbsmäßigen Betrugs' sowie 'Spielmanipulation und Anstiftung zur Manipulation' mit einer Strafmaßforderung von 4 Jahren, 1 Monat und 15 Tagen bis zu 10 Jahren, 4 Monaten und 15 Tagen erhoben.

In der Anklageschrift wurden auch für die anderen Verdächtigen unterschiedliche Freiheitsstrafen gefordert. Mit der Annahme der Anklageschriften durch die zuständigen Gerichte wird in den kommenden Tagen mit den Prozessen gegen die Verdächtigen begonnen.

In einer Erklärung der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft zu diesem Thema hieß es: 'Der entschlossene Kampf gegen Spielmanipulationsvorwürfe im türkischen Fußball und gegen illegale Wetten, die eine offene Wunde der Gesellschaft darstellen, wird durch die geplanten weiteren Operationen ununterbrochen fortgesetzt.'