Berühmter Fußballer vor Gericht
Der Prozess gegen den berühmten brasilianischen Fußballer Daniel Alves, dem sexuelle Nötigung vorgeworfen wird und dem eine Haftstrafe von bis zu 12 Jahren droht, hat begonnen.
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In der spanischen Stadt Barcelona hat der Prozess gegen den ehemaligen Fußballer Daniel Alves da Silva (Dani Alves) begonnen, der seit über einem Jahr wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung einer Frau in einem Unterhaltungszentrum in Untersuchungshaft sitzt. Vor dem Landgericht Barcelona wird gegen Alves verhandelt, wobei eine Haftstrafe von bis zu 12 Jahren gefordert wird.
GROSSES MEDIENINTERESSE
270 Medienvertreter haben sich für die Berichterstattung über den Prozess akkreditiert. Alves, der in einem Kleinbus der katalanischen Polizei aus dem Gefängnis zum Gericht gebracht wurde, trug eine Jeans und ein weißes Hemd. Auf Anordnung des Gerichtsvorsitzenden wurden Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre der geschädigten Frau getroffen. Es wurde mitgeteilt, dass die Frau bei ihrer Aussage ein Gerät zur Stimmenverzerrung verwenden wird.
Die Staatsanwaltschaft fordert 9 Jahre Haft für Alves, während der Anwalt der Nebenklägerin 12 Jahre fordert. Zudem verlangen die Staatsanwaltschaft und der Anwalt der Nebenklägerin eine Entschädigungszahlung von 150.000 Euro durch Alves. Zu den Forderungen gehören auch Maßnahmen wie eine 10-jährige gerichtliche Aufsicht nach Verbüßung der Haftstrafe sowie ein Kontaktverbot, das Alves untersagt, sich der geschädigten Frau auf weniger als 1 Kilometer zu nähern.
ANGEKLAGT WEGEN ÜBERGRIFF AUF EINE 23-JÄHRIGE
Alves, dem vorgeworfen wird, in der Nacht des 30. Dezember 2022 in einer Diskothek in Barcelona eine 23-jährige Frau sexuell genötigt zu haben, wurde am 20. Januar 2023 nach seiner Ankunft aus Mexiko in Barcelona festgenommen und anschließend inhaftiert. Alves, der seine Aussagen fünfmal änderte, räumte den sexuellen Kontakt ein und erklärte, er habe in seinen ersten Aussagen gelogen, um seine Untreue gegenüber seiner Ehefrau zu verbergen und sie zu schützen. In dem Prozess, in dem bisher 27 Zeugen gehört werden sollen, wird auch Alves' Ehefrau, das Model Joana Sanz, aussagen.
Die Verteidigerin Inés Guardiola behauptete, dass die Gerichts- und Polizeiakten ihres Mandanten an die Presse durchgestochen worden seien, und argumentierte, dass dies einer "Vorverurteilung von Alves" gleichkomme. Nach dem Vorfall war der Vertrag von Alves beim mexikanischen Verein UNAM aufgelöst worden.