Champions-League-Nacht endet vor Gericht: Türkisches Vater-Sohn-Gespann soll Sohn der monegassischen Prinzessin angegriffen haben
Nach der 0:1-Niederlage von Galatasaray gegen Monaco in der Champions League kam es auf der VIP-Tribüne zu einer Auseinandersetzung, die nun juristische Folgen hat: Dem Sohn von Prinzessin Stéphanie von Monaco, Louis Ducruet, wurde angeblich Gewalt angetan. Zwei türkische Fans wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt und mit einem Einreiseverbot für Monaco belegt.
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Galatasaray war am Dienstagabend am 6. Spieltag der Champions League zu Gast in Monaco. Während die Gelb-Roten das Spiel mit einer 0:1-Niederlage beendeten, sorgten die Vorfälle nach der Begegnung in der französischen und monegassischen Presse für großes Aufsehen.
Die französischsprachige Zeitung NiceMatin berichtete, dass ein türkischer Vater und sein Sohn, die aus Paris angereist waren, um das Spiel zu verfolgen, den 33-jährigen Louis Ducruet, Sohn von Prinzessin Stéphanie Marie Elisabeth Grimaldi, tätlich angegriffen haben sollen.
VORWURF DES ANGRIFFS AUF DER VIP-TRIBÜNE
Den Informationen im Bericht zufolge gerieten Selman B. und sein Vater Hasan B. nach dem Spiel auf der VIP-Tribüne des Stade Louis II in einen Streit mit Ducruet und zwei seiner Begleiter. Nach der Eskalation des Streits soll es zu Handgreiflichkeiten gegen den Sohn der Prinzessin und seine Begleiter gekommen sein. Nach dem Vorfall wurden die beiden Türken von der Polizei festgenommen.
Der Vorwurf eines Angriffs auf die Grimaldi-Familie sorgte in Monaco, einem der kleinsten Länder Europas, schnell für Schlagzeilen. Nachdem Vater und Sohn eine Nacht in Gewahrsam verbracht hatten, wurden sie am nächsten Tag dem Gericht vorgeführt und inhaftiert.
STELLUNGNAHME DES GERICHTS
Der Vorsitzende des Strafgerichts von Monaco, Florestan Bellinzona, erklärte während der Verhandlung, dass Ducruet und seine Freunde nach dem Spiel auf dem Weg zur Toilette angegriffen worden seien. Vor Gericht wurde zudem darauf hingewiesen, dass keine Videoaufnahmen des Vorfalls existieren.
„ICH HATTE ANGST UM MEIN LEBEN“
Ducruet sagte vor Gericht aus und schilderte die Erlebnisse mit folgenden Worten:
„Ich hatte Angst um mein Leben. Hätte ich diesen Schlag abbekommen, wäre ich vielleicht zu Boden gegangen und ausgeknockt worden. Ich hatte Angst, gelyncht zu werden.“
Hasan B. und Selman B. hingegen verteidigten sich damit, dass sie die Spannungen nicht provoziert hätten, und behaupteten, es habe sich lediglich um ein Gerangel gehandelt.
FREILASSUNG
Das Gericht in Monaco verurteilte die beiden türkischen Galatasaray-Fans zu einer zweimonatigen Bewährungsstrafe. Zudem wurde gegen Hasan B. und Selman B. ein dreijähriges Einreiseverbot für Monaco verhängt. Vater und Sohn wurden zudem dazu verurteilt, den drei Geschädigten jeweils 1.000 Euro Entschädigung zu zahlen.
Nach der Urteilsverkündung wurden die beiden Männer freigelassen und kehrten nach Frankreich zurück, wo sie wohnhaft sind.