Debatte um ausländischen Schiedsrichter beim Derby... Sportjournalist Erkut Tekin: Vertrauen wir unseren eigenen Leuten nicht?

Die Ankündigung von TFF-Präsident İbrahim Hacıosmanoğlu, dass ein ausländischer Schiedsrichter das Derby zwischen Fenerbahçe und Galatasaray leiten wird, hat für Diskussionen gesorgt.

Şenol Çarık

In einer Stellungnahme gegenüber 12punto erklärte der Sportjournalist Erkut Tekin: 'Zum ersten Mal in der türkischen Fußballgeschichte wird ein Ligaspiel von einem ausländischen Schiedsrichter geleitet. Aus dieser Entscheidung könnte man ableiten: Vertrauen wir unseren eigenen Leuten nicht?'

Tekin erinnerte daran, dass zum ersten Mal in der türkischen Fußballgeschichte ein Ligaspiel von einem ausländischen Schiedsrichter geleitet werde, und äußerte sich wie folgt: ''In einem Land, in dem Wirtschaft, Gesundheitssystem, Arbeitswelt und sogar Menschenrechte intensiv diskutiert werden, ist es natürlich nicht verwunderlich, dass auch der Sport auf dem Prüfstand steht. Wie Simon Kuper schon sagte: 'Fußball ist niemals nur Fußball', besonders in unserem Land'' fügte er hinzu.

Tekin führte weiter aus:

''Der Präsident des türkischen Fußballverbandes (TFF) hat endlich bekannt gegeben, ob beim Derby ein einheimischer oder ein ausländischer Schiedsrichter zum Einsatz kommt. Die Entscheidung fiel wie erwartet auf einen Ausländer. Aus dieser Entscheidung könnte man ableiten: Vertrauen wir unseren eigenen Leuten nicht? Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist natürlich die hitzige Atmosphäre des Fußballklimas im Land. Insbesondere die Spannungen zwischen Galatasaray und Fenerbahçe haben die gesamte Fußballwelt erfasst.

Einige Funktionäre, Trainer und sogar Spieler zögern nicht, Öl ins Feuer zu gießen. Die sozialen Medien befinden sich in einem katastrophalen Zustand. Das Schiedsrichterkomitee (MHK) ist unzureichend, und die Schiedsrichter fühlen sich in dieser Atmosphäre tatsächlich alleingelassen. Und genau das führt dazu, dass sie noch mehr Fehler machen.''