Deutscher Botschafter in Ankara ins Außenministerium einbestellt
Die UEFA hatte gestern Abend nach dem Spiel zwischen der Türkei und Österreich im deutschen Leipzig ein Verfahren gegen Merih Demiral eingeleitet, der beide Tore erzielt hatte und dabei das „Wolfsgruß“-Zeichen zeigte. Diplomatischer Quellen zufolge wurde der deutsche Botschafter in Ankara ins Außenministerium einbestellt.
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EURO 2024 Bei der Fußball-Europameisterschaft traf unsere türkische Nationalmannschaft gestern Abend im deutschen Leipzig auf Österreich. Unsere A-Nationalmannschaft gewann das Spiel durch die Tore von Merih Demiral in der 1. und 59. Minute mit 2:1 und qualifizierte sich damit für das Viertelfinale der Euro 2024.
Demiral feierte sein Tor mit dem „Wolfsgruß“ und teilte später ein Foto dieser Geste auf seinem eigenen Social-Media-Kanal.
Die deutsche Innenministerin Nancy Faeser schrieb in einem Beitrag auf ihrem Social-Media-Account, in dem sie einen Nachrichtenartikel mit einem Foto von Demiral während des Zeigens des „Wolfsgrußes“ verlinkte: „Symbole türkischer Rechtsextremisten haben in unseren Stadien nichts zu suchen. Die Fußball-Europameisterschaft als Plattform für Rassismus zu nutzen, ist völlig inakzeptabel. Wir erwarten, dass die UEFA den Vorfall untersucht und Sanktionen prüft.“
Die UEFA hat daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen Demiral wegen seines Torjubels im Spiel gegen Österreich eingeleitet. Diplomatischer Quellen zufolge wurde der deutsche Botschafter in Ankara ins Außenministerium einbestellt.