Fatih Tekke mit deutlicher Kritik und Transfer-Ansage: 'Niemand sollte unseren Verstand unterschätzen'
Trabzonspor-Trainer Fatih Tekke äußerte sich kritisch zu Transferbudgets, europäischen Zielen und den gegen ihn erhobenen Vorwürfen.
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Trabzonspor-Trainer Fatih Tekke äußerte sich in einer Bewertung vor der neuen Saison sowohl zu den Bedingungen auf dem Transfermarkt als auch zu den Vorwürfen, die gegen ihn und sein Team erhoben wurden. Im Gespräch mit A Spor betonte Tekke, dass man sich der Ziele der Bordo-Mavili bewusst sei, die wirtschaftlichen Realitäten des Vereins jedoch korrekt interpretiert werden müssten.
Tekke erklärte, dass die Gehaltsforderungen von Spielern, die in die Türkei wechseln wollen, drastisch gestiegen seien, und fügte hinzu, dass dies nicht nur ein Problem von Trabzonspor, sondern des gesamten türkischen Fußballs sei. Der erfahrene Trainer wies darauf hin, dass Spieler, die in Europa niedrigere Gehälter beziehen, bei einem Wechsel in die Türkei deutlich höhere Summen verlangen.
TRANSFER-BOTSCHAFT
Tekke betonte, dass man sich der Erwartungen an Trabzonspor bewusst sei, stellte jedoch klar, dass der Verein nicht unter denselben finanziellen Bedingungen wie Galatasaray oder Fenerbahçe bewertet werden dürfe. „Wir haben nicht den Verstand verloren, um nicht zu wissen, was bei Trabzonspor erwartet wird“, sagte Tekke und fügte hinzu, dass man nicht in der Lage sei, für einen Spieler 100 bis 150 Millionen Euro Ablöse oder ein Jahresgehalt von 10 bis 15 Millionen Euro zu zahlen.
Bezüglich der europäischen Ziele erklärte Tekke, dass Trabzonspor seinen Weg in der Europa League fortsetzen wolle und man auch im Falle der Conference League den Kampf fortführen werde. Der Trainer betonte, dass man Erfolge erzielen müsse, die über die Erwartungen des Umfelds hinausgingen.
Fatih Tekke äußerte sich auch zum aktuellen Wert der Mannschaft. Mit Blick auf das Gesamtbild sagte Tekke, dass der heutige Wert von Trabzonspor fast 150 Millionen Euro erreiche, was ein in der Vereinsgeschichte beispielloses Niveau darstelle.
Er erklärte, dass er bei seinem Amtsantritt aufgrund der Struktur der Mannschaft Bedenken gehabt habe, insbesondere wegen der Vielzahl an Spielern mit ähnlichen Profilen und der Tatsache, dass er ein Team übernommen habe, das auswärts nicht gewinnen konnte. Dennoch habe man intensiv gearbeitet und bei Entscheidungsprozessen stets das Wohl des Vereins in den Vordergrund gestellt.
Tekke reagierte scharf auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe: „Niemand sollte unseren Verstand unterschätzen. Unser Verstand steht dem von niemandem nach.“ Er betonte, dass er in seiner Karriere als Spieler und Trainer immer die höchsten Ziele verfolgt habe und hart arbeiten müsse, damit es Trabzonspor gut gehe.
Tekke äußerte sein Unbehagen insbesondere über persönliche Anschuldigungen und betonte, dass er im Amt sei, um alles zu tun, was Trabzonspor zugutekommt. Der erfahrene Trainer fügte hinzu, dass er sich eine stärkere Unterstützung durch die Stadt und die Fans wünsche.