FETÖ-Mitglied Enes Kanter klopft bei der Frauenliga an

Das FETÖ-Mitglied Enes Kanter hat angekündigt, gemeinsam mit dem ehemaligen NBA-Spieler Royce White am WNBA-Draft 2027 teilnehmen zu wollen. Dieser Vorstoß von Kanter hat die Debatte in den USA über die Situation von Trans-Sportlern im Frauensport neu entfacht.

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Der ehemalige NBA-Spieler, der in den USA unter dem Namen Enes Freedom auftritt und als FETÖ-Mitglied bekannte Enes Kanter, hat mit einer kontroversen Äußerung zur Frauen-Basketballliga WNBA für Aufsehen gesorgt. Kanter kündigte an, gemeinsam mit dem ehemaligen NBA-Spieler Royce White am WNBA-Draft 2027 teilnehmen zu wollen.

Kanter’in Erklärung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Debatte über den Platz von Trans-Sportlern im Frauensport in den USA wieder intensiv geführt wird. Kanter, der 11 Spielzeiten in der NBA aktiv war und die Liga 2022 verließ, behauptete in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account, dass er unter den aktuellen Regeln der WNBA „alle erforderlichen Voraussetzungen erfülle“.

Kanter behauptete, dass die Ligaregeln zwar nur Spielerinnen vorsehen, Trans-Frauen jedoch nicht explizit ausgeschlossen seien. „Es reicht aus, wenn Sie erklären, wer Sie sind“, sagte Kanter und betonte, dass sein Vorstoß nicht darauf abziele, eine bestimmte Gemeinschaft anzugreifen. Er fügte hinzu: „Ich bin nicht hier, um mich über irgendeine Gemeinschaft oder persönliche Entscheidungen lustig zu machen, sie zu verspotten oder respektlos zu behandeln.“

Auch Royce White kündigte in einem ähnlichen Vorstoß seine Teilnahme am WNBA-Draft 2027 an. White erklärte gegenüber Fox News: „Wenn es um Basketball geht, identifiziere ich mich manchmal als Frau.“

WNBA ANTWORTET OHNE NAMEN ZU NENNEN

Im Tarifvertrag der WNBA ist festgelegt, dass nur „Spielerinnen, die Frauen sind“ an der Liga teilnehmen dürfen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass der aktuelle Text keine Bestimmung enthält, die die Teilnahme von Trans-Frauen an der Liga ausdrücklich verbietet.

Die Ligaleitung teilte in einer Erklärung mit, ohne Kanter und White direkt beim Namen zu nennen, dass es derzeit kein dringendes Problem bezüglich der Spielberechtigung gebe, das die WNBA betreffe. In der Erklärung hieß es weiter: „Wir verurteilen aufs Schärfste böswillige Versuche, diese Themen zu nutzen, um andere herabzuwürdigen oder auszugrenzen.“

Der Vorstoß der beiden ehemaligen NBA-Spieler löste auch in der Sportöffentlichkeit der USA und Kanadas Diskussionen aus. Einige Kommentatoren werteten die Initiative als eine politische Demonstration, die auf dem Rücken der WNBA und von Trans-Sportlern ausgetragen werde. Auch Daniel Sailofsky vom Fachbereich Sportmanagement der York University in Toronto argumentierte, dass der Schritt von Kanter und White kein Zufall sei, sondern politische Ziele verfolge.

Hintergrund der Debatte sind auch die Äußerungen der Spielerin der Indiana Fever, Sophie Cunningham, zu Trans-Sportlern. Cunningham hatte gesagt, dass junge Mädchen im Frauensport „nicht gezwungen sein sollten, gegen biologische Männer anzutreten“.

In den USA hat sich das Thema in den letzten Jahren über den Sport hinaus zu einem politischen Streitpunkt entwickelt. Mit einem von Präsident Donald Trump im Jahr 2025 unterzeichneten Dekret wurde vorgesehen, Bundesmittel für Schulen zu kürzen, die Trans-Frauen und Mädchen die Teilnahme an Frauenteams erlauben. Auch die NCAA, die den Hochschulsport verwaltet, hatte eine Regelung eingeführt, die Wettbewerbe in Frauenkategorien auf biologisch weibliche Sportlerinnen beschränkt.