FIFA-Präsident Infantino entschuldigt sich für Fehler nach Investitionsplan für Turniere

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat eingeräumt, dass er im Prozess um einen privaten Investitionsplan für Turniere, einschließlich der Weltmeisterschaft, Fehler gemacht hat.

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FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich bei den Mitgliedsverbänden für die Krise entschuldigt, die durch Pläne zur Öffnung von FIFA-Veranstaltungen, einschließlich der Weltmeisterschaft, für private Investoren entstanden war.

In einem Brief an die 211 Mitgliedsverbände nach einem Treffen mit dem FIFA-Vorstand in der marokkanischen Hauptstadt Rabat räumte Infantino ein, dass im Prozess Fehler gemacht wurden, und bat „aufrichtig um Entschuldigung“. In dem Schreiben wurde zudem zugesichert, dass man alles daransetzen werde, ähnliche Situationen in Zukunft zu vermeiden.

Im Zentrum der Krise steht ein Vorschlag, der vorsieht, private Investitionen für FIFA-Turniere, einschließlich der Weltmeisterschaften der Männer und Frauen, zu gewinnen. Es wurde berichtet, dass Infantino den 211 Mitgliedsverbänden der FIFA jeweils 40 Millionen Dollar angeboten habe, falls sie dem Plan zustimmen sollten.

Es fiel auf, dass etwa vier Stunden nach Ende des Treffens in Rabat eine Unterstützungserklärung für Infantino veröffentlicht wurde. Dennoch hatte es während der jüngsten Krise vonseiten der UEFA geheißen, dass das Vertrauen in den FIFA-Präsidenten verloren gegangen sei.

BEHAUPTUNG ZUM FINALE DER WELTMEISTERSCHAFT 2030

Die Zeitung The Times hatte am 28. Juli über Infantinos privaten Investitionsplan berichtet. In seinem Brief räumte der FIFA-Präsident ein, dass auch nach dem Durchsickern des Angebots an die Presse Fehler gemacht wurden, und erklärte, dass die Organisation „alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, um ihren Namen und ihren Ruf zu schützen“.

Die FIFA wies zudem die Behauptung zurück, Infantino habe Marokko im Gegenzug für Unterstützung das Finale der Weltmeisterschaft 2030 versprochen. Die Organisation bezeichnete diese Behauptung als „haltlos und irreführend“.

Neben Marokko werden auch Spanien und Portugal die Weltmeisterschaft 2030 ausrichten. Die Entscheidung darüber, in welchem Land das Finale ausgetragen wird, soll „zu gegebener Zeit“ getroffen werden.

Infantino, der seit etwa 10 Jahren das Amt des FIFA-Präsidenten innehat, wurde 2019 und 2023 jeweils ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Für die FIFA-Präsidentschaftswahl, die für März 2027 in Rabat geplant ist, ist Infantino derzeit der einzige Kandidat, der seine Bewerbung angekündigt hat.

Die Frist für Kandidaten, die sich um das Präsidentenamt bewerben möchten, endet am 18. November. In den Kulissen werden der Präsident von Paris Saint-Germain und der Europäischen Club-Vereinigung (ECA), Nasser Al-Khelaifi, der AFC-Präsident Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa sowie der CONCACAF-Präsident Victor Montagliani als mögliche Namen gehandelt.