Haftstrafe für GFB-Tribünenführer Cem Gölbaşı

Der Tribünenführer der Genç Fenerbahçeliler, Cem Gölbaşı, wurde von einem Gericht wegen Vorfällen von Körperverletzung und Freiheitsberaubung, die in den sozialen Medien geteilt wurden, zu einer hohen Haftstrafe verurteilt. Gegen weitere Angeklagte wurden ebenfalls Haftstrafen unterschiedlicher Dauer sowie gerichtliche Auflagen verhängt.

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Bei einem Vorfall, der sich am 4. November 2024 im Istanbuler Stadtteil Bağcılar ereignete, schlug der Tribünenführer der Genç Fenerbahçeliler, Cem Gölbaşı, gemeinsam mit Begleitern auf B.İ. ein, weil dieser ihn angeblich verspottet hatte. Gölbaşı zwang das Opfer, eine Perücke zu tragen und sich zu entschuldigen; der Vorfall wurde gefilmt und in den sozialen Medien verbreitet.

Im Zuge der Ermittlungen, die nach der Anzeige von B.İ. eingeleitet wurden, wurden Cem Gölbaşı, İsmail Atan, Süleyman Şahin, Şahin Beyazyıldız und Umut Özaydın festgenommen. Die Verdächtigen Hasan Mert Şahin und Yunus Akbalık wurden unter gerichtlichen Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

GERICHT VERKÜNDET URTEIL

In der Verhandlung vor dem 22. Schwurgericht von Bakırköy wurde das Urteil gegen die Angeklagten gefällt.

Cem Gölbaşı wurde wegen „Raubes am Arbeitsplatz durch mehrere Personen“ zu 4 Jahren, 4 Monaten und 15 Tagen Haft, wegen „Freiheitsberaubung“ zu 1 Jahr und 8 Monaten sowie wegen „rechtswidriger Erlangung oder Verbreitung personenbezogener Daten“ zu 10 Monaten Haft verurteilt.

Die weiteren Angeklagten İsmail Atan, Süleyman Şahin und Umut Özaydın erhielten für dieselben Straftaten Haftstrafen unterschiedlicher Dauer. Für den Angeklagten Şahin Beyazyıldız wurde die Aussetzung der Urteilsverkündung mit der Begründung beschlossen, dass „keine Vorstrafen wegen vorsätzlicher Straftaten vorliegen“.

AUSREISESPERRE UND GERICHTLICHE AUFLAGEN

Im Rahmen des Gerichtsbeschlusses wurden für alle Angeklagten eine Ausreisesperre sowie gerichtliche Auflagen verhängt.