Interpol schaltet sich ein: Fast 600 Fußballer sollen im Wettskandal zur Aussage geladen werden

Der Skandal um illegale Wetten im türkischen Fußball weitet sich aus. Es heißt, dass in der kommenden Woche etwa 600 Fußballer zur Aussage geladen werden sollen und der Fall eine internationale Dimension angenommen hat.

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Während die Ermittlungen zu illegalen Wetten im türkischen Fußball immer weiter ausgeweitet werden, wurde bekannt, dass sich die zweite Welle nun auch auf Vereinspräsidenten erstreckt. Wie zu erfahren war, bereiten sich die ermittelnden Behörden darauf vor, in der kommenden Woche fast 600 Fußballer zur Aussage zu laden.

In dem Fall, der auch von der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation (Interpol) verfolgt wird, deuten Informationen, die an die türkische Polizei übermittelt wurden, darauf hin, dass einige Fußballer, Trainer und Funktionäre Transaktionen über illegale Wettplattformen in Albanien, Bulgarien und Nordzypern getätigt haben könnten.

WAS WAR PASSIERT?

Der Präsident des türkischen Fußballverbandes (TFF), İbrahim Hacıosmanoğlu, hatte am Montag, dem 27. Oktober, auf einer Pressekonferenz in Riva bekannt gegeben, dass Erkenntnisse über Schiedsrichter vorlägen, die an illegalen Wetten teilgenommen hätten.

Hacıosmanoğlu teilte in seiner Erklärung folgende Informationen mit:

"Es wurde festgestellt, dass von 571 aktiven Schiedsrichtern in den Profiligen 371 ein Wettkonto besitzen und 152 aktiv gewettet haben. Darunter befinden sich 7 Schiedsrichter der höchsten Spielklasse, 15 Schiedsrichterassistenten der höchsten Spielklasse, 36 Klassenschiedsrichter und 94 Klassen-Schiedsrichterassistenten."

Nach diesen Erklärungen wurden die betreffenden Personen an das Disziplinarkomitee für Profifußball (PFDK) verwiesen.

Die Rechtsabteilung des TFF hatte die 152 Schiedsrichter am Dienstag, dem 28. Oktober, wegen illegaler Wettaktivitäten an das PFDK überstellt. Das PFDK gab seine Entscheidung zu den Akten, die in der Fußballwelt für große Erschütterung sorgten, in seiner Sitzung am 31. Oktober bekannt.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden 149 der 152 Schiedsrichter mit Funktionssperren zwischen 8 und 12 Monaten belegt. Sollte das Schiedsgericht diese Strafen bestätigen, wäre die Karriere zahlreicher Schiedsrichter faktisch beendet.