Konsortium um Jeff Bezos steht kurz vor Einigung auf Liverpool-Anteile

Berichten zufolge steht eine Investorengruppe, der auch Jeff Bezos und Eduardo Saverin angehören, kurz vor dem Abschluss von Verhandlungen über den Erwerb von Anteilen am FC Liverpool.

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Ein Konsortium, dem auch Amazon-Gründer Jeff Bezos angehört, steht Berichten zufolge kurz vor einer Einigung über den Erwerb von Anteilen am Fußballverein FC Liverpool.

Die Investorengruppe, zu der auch Facebook-Mitbegründer Eduardo Saverin zählt, wird demnach von Amit Bhatia, dem Schwiegersohn des Stahlmagnaten Lakshmi Mittal, angeführt. Laut Sky News verhandelt die Gruppe über einen Anteil, der sogar über den ursprünglich diskutierten 30 Prozent liegen könnte.

Es heißt, dass die Fenway Sports Group (FSG), die den FC Liverpool seit 2010 besitzt, die mögliche Einigung in den kommenden Tagen bekannt geben könnte. Wie Sky News und Al Jazeera berichten, könnte die Transaktion den Wert des Premier-League-Meisters Liverpool auf 4,4 Milliarden Pfund, also etwa 5,15 Milliarden Euro, beziffern.

Der mögliche Anteilsverkauf bei Liverpool hat das Interesse ausländischer Investoren an Premier-League-Clubs erneut in den Fokus gerückt.

Diese Summe gilt als eine der höchsten Bewertungen, die jemals für einen Fußballverein im Gespräch waren. Die FSG hatte Liverpool im Jahr 2010 für 300 Millionen Pfund erworben.

Sollte der Deal abgeschlossen werden, wäre dies für Bezos der erste Schritt in Richtung Eigentümerschaft an einem Sportverein. Bezos hatte zuvor erwogen, Angebote für die NFL-Teams Seattle Seahawks und Washington Commanders abzugeben, diese Vorhaben jedoch nicht weiterverfolgt.

Liverpool und die FSG haben sich zu den entsprechenden Berichten nicht geäußert.

INTERESSE US-AMERIKANISCHER INVESTOREN WÄCHST

In den letzten Jahren ist das Interesse US-amerikanischer Investoren an Fußballvereinen im Vereinigten Königreich deutlich gestiegen. Die Präsenz von Mark Walter bei Chelsea, an der Seite von Todd Boehly und Clearlake Capital, gilt als eines der bemerkenswertesten Beispiele für diesen Trend.

Bei Crystal Palace schloss sich Woody Johnson den amerikanischen Investoren Josh Harris und David Blitzer an, die den Verein kontrollieren. Bei Bournemouth halten Bill Foley und der Schauspieler Michael B. Jordan Anteile, während die von Dan Friedkin geführte Friedkin Group die Mehrheitsbeteiligung an Everton hält.

Der hohe Markenwert der Premier-League-Clubs hält das Interesse internationaler Investoren wach.

Hinter dieser Entwicklung steht die wachsende Popularität des Fußballs in den USA sowie die Tatsache, dass der Erwerb von Clubs in großen amerikanischen Ligen wie der MLB und der NFL sowohl teurer als auch begrenzter geworden ist. Eine Beteiligung an Premier-League-Clubs wird für Milliardäre aus der Technologie- und Finanzwelt nach wie vor als zugängliches Investitionsfeld angesehen.

Das Investitionsinteresse beschränkt sich nicht nur auf den Fußball. Es wird berichtet, dass sich US-Gruppen in jüngster Zeit auch anderen Sportarten im Vereinigten Königreich zugewandt haben, wie etwa Rugby, Cricket und dem Motorsport.