Montella spricht nach der Niederlage gegen Paraguay: 'Wir haben alles versucht, aber der Fußball ist nicht gerecht'

Der Cheftrainer der türkischen Nationalmannschaft, Vincenzo Montella, äußerte sich nach der Niederlage gegen Paraguay offen über seine Gefühle und seine Analyse. Der italienische Trainer bewertete, warum das Team trotz statistischer Überlegenheit das Weiterkommen verpasste.

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Die türkische Nationalmannschaft hat sich mit einer 1-0-Niederlage gegen Paraguay im zweiten Spiel der Gruppe D der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 vorzeitig aus dem Turnier verabschiedet. Nach der Partie trat Cheftrainer Vincenzo Montella vor die Kameras und wies auf das Pech hin, das die Mannschaft sowohl im Spiel als auch in der Gruppenphase verfolgt hat.

Montellas Worte prägten den Abend: "Ich bin sehr, sehr traurig. Es gab große Erwartungen im Namen unserer Nation. Auch unsere eigenen Erwartungen waren groß. Ich bin auch sehr traurig für den TFF, ich weiß, wie sie arbeiten. Ich weiß, wie die Spieler arbeiten."

Mit Blick auf die beeindruckende statistische Überlegenheit sagte Montella: "Ich bin seit 35 Jahren im Fußball, normalerweise passiert so etwas einmal in 50 Jahren, aber uns ist es in zwei Spielen passiert! 65 Schüsse in zwei Spielen! Vom Ballbesitz ganz zu schweigen! Das Schicksal war nicht auf unserer Seite!", drückte er seine Enttäuschung aus.

VERPASSTE CHANCEN IM ERGEBNIS

In den Erklärungen nach dem Spiel kamen auch die Entscheidungen bei der Offensivorganisation zur Sprache. Auf eine Frage zur Einwechslung eines weiteren Stürmers antwortete Montella: "Wir haben Barış Alper Yılmaz gebracht, dann einen zweiten Stürmer. Ich habe die Entscheidung basierend auf dem Spielverlauf getroffen. Das hat nichts mit der Leistung zu tun. Zu sagen, 'ein einziger Mittelstürmer hätte alles geändert', wäre es sich zu einfach zu machen."

Zu der Kritik an seinen Kaderentscheidungen sagte er: "Ich respektiere Ozan Kabak. Die beiden Innenverteidiger müssen sich gegenseitig unterstützen. Merih Demiral spielt harmonisch mit Abdülkerim Bardakcı zusammen. Es hätte Ozan Kabak sein können, oder jemand anderes hätte spielen können."

Montella betonte, dass er mit dem Einsatz der Mannschaft zufrieden sei, und stärkte seinen Spielern den Rücken: "Ich habe unseren Spielern gesagt, sie sollen den Kopf heben. Man sagt manchmal: Es gibt nichts, was über das Schicksal hinausgeht!"

Montella erklärte, dass sie über das gesamte Spiel hinweg den erwarteten Kampf gezeigt hätten, der Fußball aber manchmal keine gerechten Ergebnisse liefere: "Wir haben alles getan! Alles... Fußball ist wie das Leben... Nicht immer ist alles fair! Man kann nicht immer glücklich sein. So ein Bild mag in 50 Spielen einmal vorkommen, aber ich habe noch nie jemanden gesehen, der mit dieser Statistik in zwei aufeinanderfolgenden Spielen verliert! In meiner 35-jährigen Karriere habe ich das nicht erlebt, ich bin dem nicht begegnet!"

Montella betonte besonders, dass das Schicksal nicht auf der Seite der Türkei war: "Wir hätten im gegnerischen Strafraum besser sein können, aber das bedeutet nicht, dass ich meine Spieler kritisieren muss. Wenn wir nicht in den gegnerischen Strafraum gekommen wären, dann hätten wir sagen können, dass es ein Problem gibt. Es klingt einfach, aber es war, als ob das Schicksal nicht auf unserer Seite wäre... Wenn wir ein Tor geschossen hätten, wäre es anders gelaufen", sagte er.

Zum Abschluss sprach Montella über die Zukunft der Mannschaft und unterstrich die Fortschritte der jungen Spieler: "Wir bauen eine Struktur auf, und das hat uns gute Ergebnisse gebracht. Es gibt junge Spieler, die reifen. Indem wir kontinuierlich neue und junge Spieler in den Prozess einbinden, werden wir einen festen Kern entwickeln. Wir wollen auch bei den kommenden Turnieren dabei sein."