Neue Entwicklung bezüglich des Istanbul Park!

Der Istanbul Park, der einst die Formel 1 beherbergte, wird nun vom türkischen Automobilsportverband (TOSFED) verwaltet. TOSFED-Präsident Eren Üçlertoprağı kündigte an, dass die Strecke für die Öffentlichkeit zugänglich sein und für sportliche Zwecke genutzt werden wird.

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Der Betrieb des Istanbul Park ist offiziell auf den türkischen Automobilsportverband (TOSFED) übergegangen. TOSFED-Präsident Eren Üçlertoprağı erklärte bei einer Pressekonferenz auf der Rennstrecke: „Der Istanbul Park wird nun von der TOSFED verwaltet. Wir kehren zum Kern des Sports zurück und die Strecke wird für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.“

Die Strecke, deren Bau etwa 160 Millionen Dollar kostete und deren Grundstein 2003 gelegt wurde, war geräumt worden, nachdem der Staatsrat die Räumungsklage gegen das Unternehmen der letzten Pächterin, Lale Cander, bestätigt hatte. Die Verwaltung der Strecke, deren Übertragung vom Ministerium für Kultur und Tourismus an das Ministerium für Jugend und Sport erwartet wurde, wurde per Entscheidung des Sportministeriums an die TOSFED übergeben.

RESTRUKTURIERUNGSPROZESS BEGINNT

Üçlertoprağı kündigte an, dass in einer ersten Phase ein umfassender Renovierungsprozess auf der Strecke eingeleitet werde. Mit dem Hinweis darauf, dass die Infrastruktur der Strecke jahrelang vernachlässigt wurde, sagte Üçlertoprağı: „Wir werden mit Studien beginnen. Unser Ziel ist es, Rennveranstaltungen in allen Disziplinen zu organisieren und die Infrastruktur für internationale Rennen tauglich zu machen.“

Üçlertoprağı betonte, dass die Strecke, zu der früher nur bestimmte Gruppen Zugang hatten, von nun an für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich sein werde: „Wir werden die Strecke an den Trackdays auf nachhaltige Weise für die Öffentlichkeit öffnen, fernab von kommerziellen Interessen. Früher wurden durch erstellte schwarze Listen einige Namen vom Zugang ausgeschlossen; wir beenden dieses Verständnis.“

Zu den weiteren Projekten, die die TOSFED auf der Strecke umsetzen will, gehören Jugendaktivitäten, gemeinsame Organisationen mit Automobilfirmen und der Bau einer Kartbahn nach internationalem Standard.

Der TOSFED-Präsident gab zudem bekannt, dass Anstrengungen unternommen werden, damit die Türkei wieder in den Formel-1-Kalender aufgenommen wird. Unter Hinweis darauf, dass der Kalender für 2026 bereits bekannt gegeben wurde, sagte Üçlertoprağı: „Madrid muss den Bau der Strecke abschließen, um in den Kalender aufgenommen zu werden. Wir bieten eine dauerhafte und nachhaltige Lösung an. Wir haben der Formel-1-Führung unseren Wunsch mitgeteilt, die Rennen auszurichten.“

Üçlertoprağı erklärte, dass Sponsorengespräche zur Deckung der Betriebskosten der Strecke im Gange seien und man sich dem Automobilsektor öffnen werde. „Wir haben unsere Körfez-Rennstrecke für Togg kostenlos geöffnet. Den gleichen Ansatz werden wir auch im Istanbul Park verfolgen. Diese Strecke ist nicht nur ein Rennplatz, sondern wird auch ein Labor für die Entwicklung der türkischen Automobilindustrie sein“, sagte er.

DURCH STAATSRATSENTSCHEIDUNG IST DIE ALTE AUSSCHREIBUNG GEGENSTANDSLOS

Üçlertoprağı erklärte, dass die vorherige Ausschreibung für den Betrieb der Strecke infolge einer Klage der ehemaligen Pächterin vom Staatsrat annulliert wurde: „Das Ministerium hat die Ausschreibung nicht annulliert, sie wurde infolge des Gerichtsverfahrens ungültig. Somit werden wir auf der Strecke nun mit einem rein sportorientierten Ansatz voranschreiten.“

Die TOSFED betreibt derzeit auch die Körfez-Rennstrecke in İzmit. Der İzmir Ülkü Park, eine der drei größten Rennstrecken der Türkei, wurde im vergangenen Jahr geschlossen.