Neue Regeln für Sportübertragungen: Warnung vor Gewalt und Fanatismus

Für Fernseh- und Radioübertragungen von Sportereignissen treten wichtige Änderungen in Kraft, die auf Neutralität und universelle Werte abzielen. Mit den neuen Regelungen wurden bedeutende Einschränkungen für Werbung, Kommentare und die Verwendung von Bildmaterial eingeführt.

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Der Hohe Rat für Rundfunk und Fernsehen (RTÜK) hat einstimmig umfassende neue Grundsatzentscheidungen zur Übertragung von Sportwettbewerben verabschiedet. Die getroffenen Beschlüsse enthalten strenge Regelungen für die Sprache und Inhalte der Sendeanstalten während der Spiele.

Bei jüngsten Kontrollen war aufgefallen, dass in einigen Sportübertragungen Tribünenplakate ununterbrochen gezeigt wurden, parteiische Kommentare zugunsten bestimmter Vereine fielen sowie beleidigende Fangesänge und rauchende Zuschauer zu sehen waren. Zudem gab es Beanstandungen hinsichtlich der häufigen Ausstrahlung von Szenen mit Auseinandersetzungen auf dem Spielfeld und den Tribünen sowie der Einblendung von Werbung für virtuelle Wetten und übermäßigen Konsum.

Gemäß den neuen RTÜK-Beschlüssen müssen Sendeanstalten in Sportübertragungen künftig eine friedlichere Sprache verwenden. Plakate und Inhalte, die die öffentliche Ordnung und den Frieden gefährden könnten, dürfen nicht mehr gezeigt werden. Sportreporter und Kommentatoren sind dazu angehalten, parteiische Äußerungen über Mannschaften, Trainerstäbe, Fans und Schiedsrichter zu vermeiden.

Gleichzeitig darf während der Live-Übertragung Werbung nur noch in den Halbzeitpausen geschaltet werden. Außerhalb dieser Zeiten sind Werbeeinblendungen bei kurzzeitigen Spielunterbrechungen untersagt. Werbung für virtuelle Wetten wird strikt verboten; durch technologische Maßnahmen soll die Verbreitung solcher Inhalte unterbunden werden.

Insbesondere Werbung für Produkte, die übermäßigen Konsum fördern, wird untersagt, während die Übertragung von beleidigenden Fangesängen oder Bildern rauchender Personen verhindert werden soll. Zudem dürfen Aufnahmen von Auseinandersetzungen auf dem Spielfeld oder den Tribünen nicht mehr über längere Zeit gezeigt werden; Personen, die unbefugt das Spielfeld betreten, dürfen nicht abgebildet werden.

Die neuen Regelungen des RTÜK zielen darauf ab, Inhalte zu verhindern, die sich negativ auf das junge Publikum auswirken könnten, und die Verbreitung von Verhaltensweisen zu unterbinden, die den universellen Werten des Sports schaden. Laut der Erklärung des Rates soll mit diesen Entscheidungen die verbindende und positive Rolle des Sports in der Gesellschaft gestärkt werden.