Operation erschüttert den türkischen Fußball: 13 Vereine könnten absteigen!

Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat eine groß angelegte Ermittlung wegen Wetten und Spielmanipulation gegen Funktionäre von 13 Vereinen aus der Süper Lig und der 1. Lig eingeleitet. 32 Verdächtige wurden festgenommen; es heißt, die Ermittlungen hätten nun die Dimension von Spielmanipulation erreicht.

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Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat eine umfassende Wett-Ermittlung eingeleitet, die Funktionäre von 13 Vereinen betrifft. Bei den durchgeführten Operationen wurde festgestellt, dass zahlreiche Vereinsfunktionäre bei Spielen ihrer eigenen Mannschaften darauf gewettet haben, dass die gegnerische Mannschaft gewinnt. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich die Ermittlungen nicht nur auf Wetten beschränken, sondern auf den Bereich der Spielmanipulation ausgeweitet haben.

32 VERDÄCHTIGE IM VERFAHREN FESTGENOMMEN

Obwohl im Rahmen der Operation 33 Verdächtige identifiziert wurden, konnten 32 von ihnen festgenommen werden. Während die Arbeiten zur Ergreifung eines weiteren Verdächtigen andauern, wurden die festgenommenen Funktionäre an ihren Adressen in verschiedenen Stadtteilen Istanbuls abgeholt und zur Polizeidienststelle gebracht. Im Zuge der Durchsuchungen werden auch Dokumente und digitale Daten der Verdächtigen untersucht.

FUNKTIONÄRE EBENFALLS IN DER AKTE ZUR SPIELMANIPULATION

Das Bemerkenswerte an dieser Operation ist, dass Wett- und Manipulationsermittlungen üblicherweise gegen Schiedsrichter, Fußballspieler und Trainer geführt werden, während diesmal auch Vereinsfunktionäre in die Akte zur Spielmanipulation aufgenommen wurden. Die Staatsanwaltschaft untersucht die Handlungen der Verdächtigen unter dem Vorwurf der „Beeinflussung des Spielergebnisses“ gemäß Artikel 11 des Gesetzes Nr. 6222. Dies macht den Vorfall offiziell zu einem Fall von Spielmanipulation.

STELLUNGNAHME DES TFF ERWARTET

Der Türkische Fußballverband (TFF) wird, wie bei ähnlichen Manipulationsermittlungen, die Ergebnisse dieser Untersuchung abwarten. Gemäß Artikel 56 der Disziplinarordnung können gegen Vereine, die gegen ihre eigenen Mannschaften wetten, harte Sanktionen verhängt werden. Sollte die Spielmanipulation nachgewiesen werden, könnte sogar ein Abstieg der Vereine in eine niedrigere Liga im Raum stehen.

GELDSTRÖME WERDEN UNTERSUCHT

Der ehemalige Generalstaatsanwalt und jetzige Justizminister Akın Gürlek hatte erklärt: „Wetten betreffen Einzelpersonen. Um Spielmanipulation festzustellen, muss man sich die Geldströme ansehen.“ Im Einklang mit diesen Erklärungen wird die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul die Geldflüsse der Verdächtigen detailliert untersuchen und sie bei Feststellung von Unregelmäßigkeiten an das Gericht überweisen.

FESTGENOMMENE FUNKTIONÄRE UND VEREINE

In der von der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul veröffentlichten Erklärung wurden die betroffenen Vereine und Funktionäre wie folgt aufgeführt:

Giresunspor (9): Erdinç Hıdımoğlu, Ersin Sarıkaya, Ferhat Karademir, Gürkan Temür, İbrahim İnaç, Mustafa Tütüncü, Osman Topal, Tahsin Çoban, Yunus Emre Demirkol

Konyaspor (7): Hakan Faydasıçok, Kamil Yücel, Muhammet Ali Atasever, Osman Öztürk, Osman Serper

Antalyaspor (5): Aytaç Altay, Bahadır Haktanır, Cem Koç, Cesur Burak Akar, Tuncay Gülel

Adana Demirspor (3): Abdullah Sancak, Burhan Serkan Kalmaz, İhsan Çetinkaya

Alanyaspor (2): Hüsamettin Akyüz, Hüseyin Gümrükçüler

Denizlispor (2): Hüseyin Sorudak, Yavuz Cinkaya

Ankaragücü (1): Adem Başbilen

Yeni Malatya (1): Ahmet Topdağ

Kocaelispor (1): Orhan Dönmez

Bodrumspor (1): Caner Tuna

Gençlerbirliği (1): Süleyman Yurtseven

Göztepe (1): Enes Memiş

Sivasspor (1): Yasin Ocak