PSG gibt bekannt: 55-Millionen-Euro-Schock für Kylian Mbappe

Die Disziplinarkommission der französischen Ligue 1 hat den Antrag von Kylian Mbappe im Rechtsstreit gegen seinen ehemaligen Verein Paris Saint-Germain (PSG) um Bonuszahlungen in Höhe von 55 Millionen Euro als „unzulässig“ abgewiesen. Damit hat PSG den Fall gewonnen.

İHA

Der französische Star Kylian Mbappe, der vor der Saison 2024/2025 seinen Vertrag bei seinem Ex-Klub PSG nicht verlängerte und stattdessen beim spanischen Verein Real Madrid unterschrieb, hatte PSG auf die Zahlung von 55 Millionen Euro verklagt, die aus noch ausstehenden Gehältern und Boni bestehen sollten. Der französische Fußballverband und die Profiliga hatten zuvor die Zahlung dieses Betrags angeordnet.

Nachdem Mbappe Druck auf den Verein ausgeübt hatte, um die Zahlung zu erwirken, brachte der Klub den Fall vor das Pariser Arbeitsgericht, wo festgestellt wurde, dass die geforderten 55 Millionen Euro rechtlich hinfällig sind.

PSG BEREIT, VOR DEN SCHIEDSAUSSCHUSS ZU GEHEN

Berichten der französischen Presse zufolge erklärte PSG, dass man voll und ganz bereit sei, den Fall bei Bedarf vor den Schiedsausschuss zu bringen, während man nicht plane, Mbappe den vollen Betrag auszuzahlen. Paris Saint-Germain betonte jedoch auch, dass man offen für einen Mediationsprozess sei, um eine Lösung zu finden, mit der beide Seiten einverstanden sein könnten.

Die offizielle Stellungnahme von PSG zur Klage von Kylian Mbappe gegen den Verein lautet wie folgt:

"Wir sind sehr erfreut darüber, dass die Disziplinarkommission Paris Saint-Germain nicht so bestraft hat, wie es der Spieler gefordert hatte. Die Kommission hat den Antrag für unzulässig erklärt und damit diesem langwierigen Prozess ein Ende gesetzt. Nachdem die 18-köpfige Rechtskommission der Profiliga (LFP) am 11. September die Argumente beider Parteien angehört hatte, betonte sie angesichts der klaren Argumente von PSG, dass eine kontinuierliche Mediation erforderlich sei, um eine Einigung zwischen dem Spieler und Paris Saint-Germain zu erzielen. Da der Spieler den Mediationsprozess jedoch vollständig ablehnte, entschied die Rechtskommission, sich lediglich an den von ihm selbst bestätigten Vertrag zu halten und andere Vereinbarungen zwischen dem Klub und dem Spieler zu ignorieren. Der strittige Punkt, der vom Arbeitsgericht geprüft werden muss, ist die einvernehmliche und rechtmäßige Änderung des bestätigten Vertrags für die Saison 2023/2024 im August 2023. Diese Änderung wurde vom Spieler insbesondere im Januar 2024 mehrfach bestätigt, doch der Spieler entschied sich am Ende der Saison, alle seine Verpflichtungen zu widerrufen. Sollte der Spieler weiterhin seine Verpflichtungen nicht erfüllen und diesen Streit vor dem Schiedsausschuss auf eine Weise fortsetzen, die sowohl für ihn selbst als auch für den französischen Fußball schwer verständlich und schädlich ist, ist der Verein voll und ganz bereit, den Sachverhalt dem zuständigen Gericht vollständig darzulegen. Rechtlich und faktisch hat der Spieler während der sieben Jahre, in denen er vom Verein profitierte, wiederholt öffentliche und private Zusagen gemacht, in denen er erklärte, dass Werte wie Respekt gegenüber dem Verein und den Fans wichtiger seien."