Rote Karte für Fußballer, die sich den Mund zuhalten

Das International Football Association Board (IFAB) hat im Rahmen des Kampfes gegen Diskriminierung wichtige Änderungen an den Spielregeln vorgenommen. Mit der neuen Regelung werden Spieler, die sich den Mund zuhalten, um diskriminierende Äußerungen zu verbergen, sowie Spieler, die aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung das Spielfeld verlassen, mit der Roten Karte bestraft. Die Regelung wird auch bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 Anwendung finden.

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Das International Football Association Board hat neue Regeln verabschiedet, die die Disziplinarvorschriften gegen diskriminierendes und unangemessenes Verhalten verschärfen. Laut einer Mitteilung des Gremiums wurden bei einem Treffen im kanadischen Vancouver zwei von der FIFA vorgeschlagene Änderungen einstimmig in Kraft gesetzt.

Gemäß der neuen Regelung werden Fußballer, die sich auf dem Spielfeld den Mund zuhalten, um diskriminierende Äußerungen zu verbergen, direkt mit der Roten Karte bestraft. Zudem werden Spieler, die aus Protest gegen Schiedsrichterentscheidungen das Spielfeld verlassen, sowie Mitglieder des Trainerstabs, die dazu anstiften, des Feldes verwiesen.

Es wurde mitgeteilt, dass die Regeln auch bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026, die in diesem Sommer stattfindet, angewendet werden.

Die besagten Änderungen kamen nach einer Debatte im europäischen Fußball in den vergangenen Monaten auf die Tagesordnung. In einer Begegnung der Play-off-Runde der letzten 16 der UEFA Champions League hatte der für Real Madrid spielende Vinicius Junior behauptet, dass er von seinem Gegenspieler Gianluca Prestianni rassistisch beleidigt worden sei.

Nach dem Vorfall hatte die UEFA-Disziplinarkommission Prestianni, der sich während der Auseinandersetzung den Mund zugehalten und die Vorwürfe bestritten hatte, wegen diskriminierenden Verhaltens mit einer Sperre von 6 Spielen belegt.