Schiedsrichterbericht aufgetaucht: Ederson droht Sperre von mindestens 5 Spielen
Dem Fenerbahçe-Torhüter Ederson, der im Derby durch seine Rote Karte für Aufsehen sorgte, droht aufgrund der im Schiedsrichterbericht vermerkten Äußerungen und Handlungen auf dem Spielfeld eine Sperre von mindestens 5 Spielen.
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Im Galatasaray-Fenerbahçe-Derby, das am vergangenen Samstag im Rams Park ausgetragen wurde, stand Torhüter Ederson im Mittelpunkt. Der brasilianische Schlussmann machte jedoch weniger durch seine Leistung als vielmehr durch sein Verhalten auf dem Platz auf sich aufmerksam.
Nachdem Ederson bereits in der ersten Halbzeit durch engen Kontakt zum Schiedsrichter Yasin Kol und heftige Proteste aufgefallen war, zögerte er in der zweiten Halbzeit nach der Entscheidung auf Strafstoß, seinen Platz im Tor einzunehmen. Da er dieses Verhalten trotz Ermahnungen fortsetzte, wurde er mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen.
Es heißt, dass er auch nach dem Platzverweis seine verbalen Angriffe gegen Schiedsrichter Kol fortgesetzt habe. Nach dem Spiel richteten sich alle Augen auf den Schiedsrichterbericht, der inzwischen dem türkischen Fußballverband (TFF) vorliegt.
Wie die Türkiye Gazetesi berichtet, wird im Bericht festgehalten, dass Ederson sich nach der Roten Karte geweigert habe, das Spielfeld zu verlassen, und sich dem Schiedsrichter genähert habe, um ihn zweimal zu beleidigen.
Sollten diese Handlungen gemäß Artikel 41 der Fußball-Disziplinarordnung bewertet werden, sieht das Regelwerk bei Vergehen gegen Spieloffizielle eine Sperre von 3 bis 7 Spielen vor.
Darüber hinaus wurde im Bericht des Spieldelegierten vermerkt, dass Ederson auf dem Weg in die Kabine gegen den VAR-Monitor geschlagen und ein beleuchtetes Schild im Spielertunnel beschädigt habe. Für diese Vergehen ist gemäß Artikel 36 eine Sanktion von 1 bis 3 Spielen vorgesehen.
Zusammengenommen mit der Sperre für die Rote Karte wird davon ausgegangen, dass der brasilianische Torhüter mit einer Gesamtsperre von mindestens 5 Spielen rechnen muss.
Sollte der Spieler zu einem anderen Verein wechseln und die Strafe mehr als 5 Spiele betragen, könnte die Sperre zudem im Rahmen der FIFA-Regelung zur „weltweiten Wirkung“ auch bei seinem neuen Verein Bestand haben.