Schuldenstreit im Fenerbahçe-Divan-Rat: Aziz Yıldırım reagiert scharf auf der Sitzung
Bei der Sitzung des Hohen Divan-Rates von Fenerbahçe prallten die verschiedenen Führungsriegen aufgrund der finanziellen Lage des Vereins aufeinander. Während die aktuelle Führung erklärte, dass ein Liquiditätsbedarf von 200 Millionen Euro bestehe, um die Verpflichtungen bis Mai 2027 zu erfüllen, reagierten ehemalige Vorstandsmitglieder auf die Kritik am Schuldenmanagement. Während der Sitzung stieg zudem die Spannung zwischen Aziz Yıldırım und den ehemaligen Vorstandsmitgliedern.
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Bei der Sitzung des Hohen Divan-Rates von Fenerbahçe kam es zu heftigen Debatten über die finanzielle Bilanz des Vereins. Tanju Kaya, der im Namen der aktuellen Führung sprach, erklärte, dass der Verein 200 Millionen Euro an Barmitteln benötige, um seine Verpflichtungen bis Mai 2027 erfüllen zu können.
Kaya, der bei der Sitzung in den Faruk-Ilgaz-Einrichtungen von Fenerbahçe sprach, gab an, dass sie am Tag der Amtsübernahme am 9. Juni mit überfälligen Schulden in Höhe von 43 Millionen Euro konfrontiert waren. Kaya führte aus, dass die Gesamtverpflichtung, die bis Ende Juni beglichen werden musste, um die Lizenzen des türkischen Fußballverbandes (TFF) und der UEFA zu erhalten, 55 Millionen Euro erreichte.
Kaya erinnerte zudem daran, dass die UEFA in der vorangegangenen Periode wegen Verstößen gegen die Regeln zum Mannschaftsbudget eine Geldstrafe von 7 Millionen Euro gegen den Verein verhängt hatte. Er erklärte, dass sie mit einer laufenden Steuerprüfung konfrontiert seien, die insgesamt 26 Vereine umfasse, und wies darauf hin, dass das vom TFF gemeldete Ausgabenlimit für Fußballer 32 Millionen Euro unter dem aktuellen Gehaltsbudget der Spieler liege.
Kaya betonte, dass einer der wichtigsten Punkte der Bilanz die zukünftigen Einnahmen seien, und sagte, dass ein Teil der Einnahmen für die Saison 2026 und die darauffolgenden Spielzeiten in Höhe von 142 Millionen Euro von der vorherigen Führung vorzeitig vereinnahmt und verbraucht worden sei. Kaya sagte: „Die Einnahmen der Zukunft wurden vorab ausgegeben, während die beträchtlichen Schulden, die beglichen werden müssen, und die zu erfüllenden Verpflichtungen auf dem Rücken der heutigen Führung lasteten.“
ANTWORT DER EHEMALIGEN FÜHRUNG
Orhan Demirel, der während der Ära von Sadettin Saran als Generalsekretär fungierte, reagierte auf die Erklärungen der aktuellen Führung. Demirel erklärte, dass es dem Verein nicht nütze, die ehemaligen Führungen zu beschuldigen, und berichtete, dass Saran zu Beginn ihrer Amtszeit dazu geraten habe, nicht über den ehemaligen Präsidenten und die ehemaligen Vorstände zu sprechen.
Demirel äußerte: „Die vorherige Führung zu beschuldigen, führt zu nichts. Sadettin Bey hatte den Traum von Freundschaft und Frieden, aber in dieser Gemeinschaft funktioniert das nicht. Der Cashflow wird immer ein Thema sein. Das war schon immer so, es gibt keinen Grund, jemanden zu beschuldigen.“
Burçin Gözlüklü, einer der Vorstände aus der Ära Saran, nahm ebenfalls eine finanzielle Bewertung ihrer Amtszeit vor. Gözlüklü erklärte, dass sie bei Amtsantritt mit einer Liquiditätslücke von 190 Millionen Euro konfrontiert waren, und erläuterte, dass sie versucht hätten, die Finanzstruktur durch außerordentliche Generalversammlungsbeschlüsse, die Genehmigung zur Kapitalerhöhung und Immobilien-Ausschreibungsverfahren zu sanieren.
Gözlüklü argumentierte, dass in ihrer Amtszeit die Finanzschulden auf null gesetzt, die Handelsschulden um 6 Millionen Euro reduziert und die Gesamtverschuldung im Vergleich zum 21. September 2025 um 89 Millionen Euro gesenkt worden seien. Gözlüklü sagte zudem, dass ihre Planungen bis zum Ende der Saison 2026/2027 ausgelegt seien.
Im weiteren Verlauf der Sitzung kam es zu Spannungen zwischen dem Fenerbahçe-Präsidenten Aziz Yıldırım und den ehemaligen Vorstandsmitgliedern. Yıldırım reagierte während der Rede von Burçin Gözlüklü mit dem Ausruf: „Es gibt Schulden, verheimlicht die Schulden nicht.“
Während der Rede von Orhan Demirel soll Yıldırım aufgestanden sein und gesagt haben: „Bist du schuldig, Orhan? Warum verteidigst du dich? Beschuldigt dich etwa jemand?“ Zwischen den beiden kam es zu einem kurzen Wortwechsel.