Kommentar der Sportjournalisten zum Supercup: 'Der Fluch des hundertjährigen Jubiläums der Republik lastet auf euch...'
Fenerbahçe trat mit seiner U19-Mannschaft zum Supercup-Spiel gegen Galatasaray an und verließ das Spielfeld, um gegen den türkischen Fußballverband (TFF) zu protestieren. Sportjournalisten bewerteten den Vorfall, der auch in der Weltpresse für großes Aufsehen sorgte.
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Nachdem der türkische Fußballverband den Antrag von Fenerbahçe abgelehnt hatte, das Supercup-Finale gegen Galatasaray aufgrund des Spiels in der UEFA Europa Conference League gegen Olympiakos zu verschieben, trat der Verein mit seiner U19-Mannschaft an.
Die „Gelb-Marineblauen“ protestierten gegen den TFF, indem sie das Spielfeld in der 2. Minute verließen.
Sportjournalisten bewerteten die Entscheidung von Fenerbahçe, das Spielfeld zu verlassen.
Die Kommentare der Sportjournalisten lauten wie folgt:
UĞUR MELEKE: DER FLUCH DES HUNDERTJÄHRIGEN JUBILÄUMS DER REPUBLIK LASTET AUF EUCH
"In Şanlıurfa erlebten wir eine Nacht, die als Schandfleck in die Geschichte des türkischen Fußballs eingehen wird. Jeder, der zu diesem Bild beigetragen hat, sollte eines nicht vergessen: Der Fluch des hundertjährigen Jubiläums der Republik lastet auf euch..." (Hürriyet)
GÜRCAN BİLGİÇ: DAS SIND KEINE EINFACHEN ENTSCHEIDUNGEN
"Fenerbahçe hat auf einen Pokal verzichtet, den sie hätten gewinnen können, und nahm eine Wertung als Niederlage gegen den Erzrivalen in Kauf. Das sind keine einfachen Entscheidungen. Das Problem ist, dass diejenigen, die sich bemühen sollten, das Feuer zu löschen, Benzin ins Feuer gießen und das Chaos zulassen. Fast alle Mannschaften beschweren sich über Schiedsrichterentscheidungen, glauben nicht an deren Gerechtigkeit, und in Bewertungssitzungen kommt es zu Geständnissen. TFF-Präsident Büyükekşi und das Zentrale Schiedsrichterkomitee (MHK) haben nicht einen einzigen Kommentar abgegeben, als wäre nichts geschehen. Diesmal haben die Erfahrungen der letzten 13 Jahre, die gewonnenen und verlorenen Spiele, dazu geführt, dass wir diese Nacht erleben mussten. Während die jungen Kinder in die Umkleidekabine gingen, feierten erwachsene Männer hüpfend und springend den Sieg." (Fotomaç)
LEVENT TÜZEMEN: WIR HABEN EINE SKANDALÖSE NACHT ERLEBT
"In Şanlıurfa haben wir eine skandalöse Nacht für den türkischen Fußball erlebt. Der 117 Jahre alte Traditionsverein verließ auf Anweisung des Fenerbahçe-Präsidenten Ali Koç das Spielfeld. Diese Bilder werden nun sogar in Europa die Schlagzeilen beherrschen. Löst es die Probleme, die Mannschaft vom Platz zu nehmen? Nein, das tut es nicht. Der richtige Weg ist, sich zusammenzusetzen, zu sprechen und reinen Tisch zu machen. Herr Ali Koç empfindet ohne jegliche Empathie die Galatasaray-Führung nicht als aufrichtig und ernsthaft. Er betont sogar, dass sie böswillig seien. Aber hat Herr Ali denn gar keine Fehler? Gibt es keine Situationen, in denen er sich aufrichtig und unseriös verhält? Ist er im Herzen so unschuldig? Mit Drohungen, Erpressung und Streit können wir keine Lösungen finden. Der türkische Fußball braucht dringend Ruhe, Einigkeit und Freundschaft." (Fotomaç)
ERMAN TOROĞLU: JEDER HAT SEINEN ANTEIL
"Es ist eine schwarze Nacht für den türkischen Fußball, aber jeder hat seinen Anteil an dieser schwarzen Nacht. Niemand ist in diesem Vorfall unschuldig. Weder diejenigen, die zum Spiel angetreten sind, noch diejenigen, die es nicht getan haben – beide Seiten sind zu 50 Prozent nicht unschuldig. Der TFF ist überhaupt nicht unschuldig." (Sabah)