Stellungnahme der Anwaltskammer Trabzon: Nicht zu rechtfertigen

Die Vorsitzende der Anwaltskammer Trabzon, Duygu Keleş Aydın, kritisierte, dass trotz Beschwerden und Strafanzeigen nach dem Spiel zwischen Trabzonspor und Fenerbahçe keine Maßnahmen gegen die Fußballer ergriffen wurden.

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Die Vorsitzende der Anwaltskammer Trabzon, Duygu Keleş Aydın, hat sich scharf zum Spiel Trabzonspor-Fenerbahçe geäußert.

In einer schriftlichen Erklärung betonte Aydın, dass es während der am 17. März ausgetragenen Begegnung zwischen Trabzonspor und Fenerbahçe zu Ereignissen gekommen sei, die absolut nicht zu billigen seien und dem Geist des Sports widersprächen.

Aydın unterstrich, dass sowohl die strafrechtlichen Ermittlungen als auch die Entscheidungen des Professionellen Fußball-Disziplinarausschusses (PFDK) des Türkischen Fußballverbandes (TFF) von der gesamten Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt würden, und erinnerte daran, dass einige der Fans, die das Spielfeld betreten hatten, wegen „vorsätzlicher Körperverletzung“ und „versuchter vorsätzlicher Körperverletzung“ inhaftiert seien.

"RECHTLICH NICHT ZU RECHTFERTIGEN"

Aydın erklärte, dass das Betreten des Spielfelds bei einem Fußballspiel, ungeachtet der Gründe, in keiner Weise zu billigen sei, und führte weiter aus:

"Dennoch ändert dies nichts an der Tatsache, dass die Anwendung der fortbestehenden Inhaftierungsmaßnahme in einem derart unverhältnismäßigen Ausmaß das Vertrauen in die unabhängige Justiz schwächt und den Glauben an ein faires Verfahren ernsthaft beschädigt. Andererseits gibt es für die Tatsache, dass trotz der eingereichten Beschwerden und Strafanzeigen keinerlei Maßnahmen gegen die Fußballer ergriffen wurden, die während des gesamten Spiels wiederholt provokative Handlungen begingen und unverhältnismäßige Gewalt gegen die Fans anwendeten, die das Spielfeld betreten hatten, weder eine moralische noch eine rechtliche Rechtfertigung. Als Anwaltskammer Trabzon erinnern wir heute, wie in unserer über 100-jährigen Geschichte, alle Personen, Institutionen und Gremien an ihre Verantwortung, im Einklang mit den Prinzipien des Rechtsstaates und der Gleichheit aller vor dem Gesetz zu handeln, und laden alle Dynamiken unserer Stadt dazu ein, aktiv zu werden, um die Rechte der Stadt Trabzon zu verteidigen."