Stellungnahme der TBB zu Faruk Koca! 'Sie werden auf das Härteste bestraft werden'
Der Vorsitzende der Türkischen Anwaltskammer (TBB), Erinç Sağkan, hat eine Erklärung zu dem Angriff auf den Schiedsrichter Halil Umut Meler veröffentlicht.
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Der Vorsitzende der Türkischen Anwaltskammer (TBB), Erinç Sağkan, erklärte nach dem Angriff auf Schiedsrichter Halil Umut Meler im Anschluss an das Spiel zwischen MKE Ankaragücü und Çaykur Rizespor: "Diejenigen, die diese Tat begangen haben, werden zweifellos vor der Justiz auf das Härteste bestraft werden."
TBB-Vorsitzender Sağkan bewertete den Angriff des MKE Ankaragücü-Clubpräsidenten Koca und zweier weiterer Personen auf Schiedsrichter Halil Umut Meler nach dem gestrigen Spiel in der Süper Lig.
Sağkan betonte, dass ein Angriff auf einen Schiedsrichter in keiner Weise zu rechtfertigen sei, und wies darauf hin, dass der Fanatismus im türkischen Fußball gestern Abend in Gewalt umgeschlagen sei.
Vorsitzender Sağkan sagte: "Da es sich um einen sehr sichtbaren Vorfall im Fußball handelt, steht er heute auf unserer Agenda, doch Gewaltvorfälle in ganz anderen Bereichen ereignen sich fast täglich in verschiedenen Provinzen und Umgebungen."
"Die Justiz hat ein effektives Verfahren eingeleitet, die Staatsanwaltschaft hat schnell gehandelt"
Erinç Sağkan merkte an, dass die Generalstaatsanwaltschaft Ankara West eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet habe, die Justiz ein effektives Verfahren führe und die Staatsanwaltschaft schnell gehandelt habe. Er erinnerte daran, dass gegen die drei Verdächtigen Haftbefehle erlassen wurden, sowohl auf Grundlage des Gesetzes Nr. 6222 als auch wegen des Vorwurfs der vorsätzlichen Körperverletzung mit Knochenbruch gegen einen Amtsträger.
Sağkan betonte, dass die Prozesse, die zu diesem Punkt geführt haben, genau analysiert werden müssten und man die Auswirkungen der Rhetorik auf Fans und insbesondere auf Kinder erkennen müsse.
Sağkan wies darauf hin, dass viele Fans die Aktion von Clubpräsident Faruk Koca unterstützten, und bewertete dies wie folgt: "Solange wir diese Probleme nicht angehen, wird die Bestrafung der individuell begangenen Tat allein die Gewaltneigung in dieser Gesellschaft nicht beseitigen."
TBB-Vorsitzender Erinç Sağkan betonte, dass der Kampf gegen Gewalt nur durch gesellschaftliches Bewusstsein und gemeinsames Engagement möglich sei, und fuhr fort:
"Wir müssen von der Grundschule an ein gesellschaftliches Bewusstsein gegen Gewalt schaffen. Diejenigen, die diese Tat begangen haben, werden zweifellos vor der Justiz auf das Härteste bestraft werden. Doch insbesondere im Rahmen des Gesetzes Nr. 6222 wird die Aufdeckung der Hintergründe, die zu solchen Taten führen, ein wichtiger Faktor sein, um die Gewalt auf den Fußballplätzen zumindest ein Stück weit zu verhindern."