Toprak Razgatlıoğlus MotoGP-Kommentar: 'Das Motorrad lässt es nicht zu'

Der türkische Sportler zieht Bilanz nach seiner ersten MotoGP-Saison, weist auf den Entwicklungsprozess bei Yamaha hin und betont, dass das eigentliche Ziel das Jahr 2027 sei.

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Nachdem er drei Weltmeistertitel in der WorldSBK gewonnen hatte und in die MotoGP gewechselt war, zog Toprak Razgatlıoğlu Bilanz über seine erste Saison in der Serie und den Entwicklungsprozess bei Yamaha. Der türkische Motorradrennfahrer betonte, dass die Möglichkeiten eines Fahrers, in der MotoGP allein den Unterschied auszumachen, begrenzt seien, und wies auf die entscheidende Rolle der Motorradleistung hin.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu erinnerte Razgatlıoğlu daran, dass er in seiner Superbike-Karriere 2021, 2024 und 2025 Meistertitel gewonnen und mit zahlreichen Rennsiegen die türkische Nationalhymne erklingen lassen habe. Der Sportler betonte, dass die MotoGP ein völlig anderes Niveau sei und dass die Yamaha, für die er derzeit fährt, sich im Vergleich zu anderen Marken noch in der Entwicklungsphase befinde.

Razgatlıoğlu äußerte sich wie folgt:

Die MotoGP ist etwas ganz anderes, sie ist das Äquivalent zur Formel 1. Insbesondere die Yamaha, mit der wir derzeit fahren, ist im Vergleich zu den anderen Marken in der MotoGP ein etwas langsameres Motorrad.

Toprak Razgatlıoğlu in der Garage von Pramac Racing.

Razgatlıoğlu erklärte, dass sie sich der Situation bewusst waren, als sie in die MotoGP kamen, aber dass der Prozess für einen Sportler, der es gewohnt ist zu gewinnen, nicht einfach sei. Der türkische Sportler, der in der Fahrerwertung bisher 12 Punkte gesammelt hat, sagte, dass diese Punktzahl für ihn kein ausreichendes Ziel sei und dass er auf das Podium steigen müsse, um sich einen besonderen Platz in seiner MotoGP-Karriere zu sichern.

DAS ZIEL 2027 RÜCKT IN DEN FOKUS

Eines der am meisten hervorgehobenen Themen in den Erklärungen von Toprak Razgatlıoğlu war die Saison 2027. Der Sportler erinnerte daran, dass sich die technischen Regeln in der MotoGP ändern werden, und sagte, dass der Übergang von 1000 ccm auf 850 ccm sowie die Neuerungen bei den Reifen ein für sie besser geeignetes Motorrad hervorbringen könnten.

Razgatlıoğlu erklärte, dass es in der MotoGP sehr schwierig sei, als Fahrer einen zusätzlichen Unterschied zu machen, wenn die Leistung des Motorrads nicht ausreiche, und bewertete die Situation mit den Worten: „Mir sind die Hände gebunden, ich kann nichts tun. Es ist wirklich wie in der Formel 1.“ Der Sportler sagte, er glaube, dass sie in der nächsten Saison auf ein viel besseres Bild treffen könnten, wenn Yamaha einen großen Schritt nach vorne mache.

Die technischen Änderungen, die 2027 in der MotoGP in Kraft treten, werden den Beginn einer neuen Ära für die Teams markieren.

Ich gehe in den Rennen an meine Grenzen, aber es macht keinen zusätzlichen Unterschied. Der Reifen lässt es nicht zu, das Motorrad lässt es nicht zu.

— Toprak Razgatlıoğlu

Der türkische Motorradrennfahrer erklärte, dass der erste MotoGP-Punkt, den er in Amerika geholt habe, ein wichtiger Anfang für ihn gewesen sei, seine Ziele jedoch darüber hinausgingen. Razgatlıoğlu erinnerte daran, dass er in diesem Rennen vor den anderen Yamaha-Fahrern ins Ziel gekommen sei, und drückte aus, dass es motivierend sei, vor Namen zu liegen, die seit vielen Jahren mit demselben Motorrad fahren.

Toprak Razgatlıoğlu auf der Strecke mit seinem Motorrad von Pramac Racing.

„EL TURCO“ UND DIE EINLADUNG NACH ÖSTERREICH

Razgatlıoğlu sprach auch über die Wendepunkte in seiner Karriere und erinnerte an die Kritik, die er bei seinem Wechsel zu BMW im Jahr 2024 erhalten hatte, sowie an den darauffolgenden Meistertitel. Der Sportler betonte, dass der Erfolg, den sie mit BMW erzielt haben, eine historische Bedeutung für die Marke habe, und sagte, dass sein Meistermotorrad mit der Aufschrift „El Turco“ auf der Rückseite im BMW-Museum in Deutschland ausgestellt sei.

Razgatlıoğlu äußerte auch offen, dass er mit seinen Platzierungen in der ersten MotoGP-Saison nicht zufrieden sei. Der Sportler sagte, dass es eine ganz andere Bedeutung hätte, unter den ersten 10 oder sogar den ersten 5 zu landen, und unterstrich sein Ziel mit den Worten: „Ich möchte nicht in die MotoGP gehen und aufhören, ohne etwas erreicht zu haben.“

Razgatlıoğlu kündigte an, dass für das MotoGP-Rennen in Österreich im September eine spezielle Red-Bull-Tribüne und ein Veranstaltungsbereich für ihn eingerichtet werden, und rief die Fans zur Teilnahme auf. Der Sportler erklärte, dass ein Bereich geplant sei, in dem auch Speisen der türkischen Küche angeboten werden, und lud die Rennsportfans mit den Worten „Lasst uns wieder türkische Flaggen sehen“ auf die Tribünen ein.