Wegen 'Übergewichts' entlassen! Historisches Urteil des CAS...

Der CAS hat Sevilla im Rechtsstreit mit dem französischen Spieler Joris Gnagnon recht gegeben, dessen Vertrag der Verein 2021 aufgrund von Übergewicht aufgelöst hatte.

12punto

Das Ergebnis des Rechtsstreits, den der französische Spieler Joris Gnagnon gegen Sevilla angestrengt hatte, nachdem der Verein seinen Vertrag im Jahr 2021 wegen Übergewichts aufgelöst hatte, steht fest.

Dem Urteil des CAS zufolge wurde die Klage von Gnagnon endgültig und ohne Möglichkeit auf Berufung zugunsten von Sevilla entschieden.

Wie in der spanischen Presse berichtet, stufte der CAS das Verhalten des Spielers als unprofessionell ein und wies die Schadensersatzforderung zurück.

Zuvor hatte Gnagnon bereits die FIFA angerufen und eine Schadensersatzklage in Höhe von 4 Millionen Euro eingereicht, die jedoch ebenfalls von der FIFA abgewiesen wurde.

In den Details des Berichts heißt es, dass der CAS die vom FC Sevilla festgelegten Gewichtskriterien als angemessen erachtete. Zudem wurde festgestellt, dass Sevilla vor der Vertragsauflösung vier Disziplinarverfahren gegen den Spieler eingeleitet und ihm die notwendigen Möglichkeiten zur Besserung geboten hatte.

DERZEIT VEREINSLOS

Der mittlerweile 27-jährige Gnagnon ist derzeit ohne Verein. Nach seinem Abschied aus Sevilla hatte er einen Vertrag bei seinem Heimatverein Saint-Étienne unterschrieben, blieb dort jedoch nur vier Monate.

Berichten aus Frankreich zufolge hatte Gnagnon auch bei Saint-Étienne mit Gewichtsproblemen zu kämpfen. Laut seinem Trainer Pascal Dupraz war er mit 20 Kilogramm Übergewicht zum französischen Verein gekommen.

Das Urteil des CAS unterstützt nicht nur die Entscheidung des andalusischen Klubs, sondern zielt auch darauf ab, einen Präzedenzfall für die Arbeitsbeziehungen zwischen Vereinen und Fußballern zu schaffen.

Gnagnon war 2020 für 15 Millionen Euro von Rennes zu Sevilla gewechselt und absolvierte für das spanische Team lediglich 17 Spiele.