Wettskandal erschüttert die Fußballwelt: Ermittlungen gegen 5 Schiedsrichter eingeleitet
In Italien schlägt der Vorwurf ein wie eine Bombe, dass fünf in der Serie A und Serie B tätige Schiedsrichter bei einigen wichtigen Spielen der letzten zwei Jahre unrechtmäßig auf die Ergebnisse Einfluss genommen haben sollen. Im Zuge der Ermittlungen, bei denen Schiedsrichteransetzungen und VAR-Entscheidungen unter die Lupe genommen werden, kommt es zu Veränderungen in der Verbandsführung und im Schiedsrichterkader.
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Die italienische Fußballwelt ist erschüttert von dem Verdacht, dass Schiedsrichter bei bestimmten Spielen die Ergebnisse beeinflusst haben könnten. Insbesondere wurden Ermittlungen zu Schiedsrichter- und VAR-Entscheidungen in verschiedenen Begegnungen der Serie A, der Serie B und der Coppa Italia in den Spielzeiten 2023-2024 und 2024-2025 eingeleitet.
Im Rahmen der Untersuchungen der Mailänder Staatsanwaltschaft wurde berichtet, dass fünf Schiedsrichter aufgrund von Ansetzungen und VAR-Anwendungen, die das Ergebnis der Spiele beeinflussten, in den Fokus gerückt sind. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurden neue Ernennungen im Verband vorgenommen.
FÜNF SCHIEDSRICHTER UNTER ERMITTLUNG
Berichten italienischer Sportzeitungen zufolge werden fünf Namen aus dem Schiedsrichter-Ansetzungsausschuss der Serie A und B, der vom ehemaligen Schiedsrichter Gianluca Rocchi geleitet wurde, in der Untersuchung genannt: Dem ehemaligen Schiedsrichter Gianluca Rocchi, dem VAR-Beobachter Andrea Gervasoni, den VAR-Schiedsrichtern Luigi Nasca und Daniele Paterna sowie dem VAR-Assistenten Rodolfo Di Vuolo wird vorgeworfen, bei insgesamt fünf Spielen – drei in der Serie A, eines in der Serie B und eines in der Coppa Italia – Unregelmäßigkeiten begangen zu haben.
In den ersten Vorwürfen zu dem Vorfall wurde betont, dass Rocchi direkt in bestimmte VAR-Entscheidungen eingegriffen habe und Schiedsrichter, die von Inter bevorzugt wurden, häufig für Spiele der Blau-Schwarzen angesetzt habe. Es wurde klargestellt, dass im Rahmen der Ermittlungen bisher kein Name eines Vereinsfunktionärs gefallen ist.
Dieser Skandal, der nach dem Scheitern Italiens an der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 ausbrach, hat das Vertrauen der Fußballfans und der Behörden erschüttert.
VERÄNDERUNGEN BEI ANSETZUNGEN UND MANAGEMENT
Nach den aufkommenden Vorwürfen hat der Italienische Schiedsrichterverband (AIA) Dino Tommasi bis zum Saisonende mit der Verantwortung für die Schiedsrichteransetzungen betraut. Diese Änderung, die nach der Abberufung von Rocchi erfolgte, sendete das Signal, dass die Prozesse der Schiedsrichteransetzungen in den Profiligen genauer überwacht werden.
Darüber hinaus äußerte sich der Präsident des Italienischen Nationalen Olympischen Komitees (CONI), Luciano Bonfiglio, zu Spekulationen über die Einsetzung eines Zwangsverwalters für den Verband. Bonfiglio erklärte, dass es unter den derzeitigen Umständen keinen Grund für die Einsetzung eines Zwangsverwalters gebe.
Im italienischen Fußball kamen bereits in der Vergangenheit gelegentlich ähnliche Anschuldigungen auf, doch die direkten Vorwürfe bezüglich der zentralen Schiedsrichteransetzungen und des VAR-Systems erhöhen diesmal die Schwere der Ermittlungen. Experten betonen, dass die Folgen des Vorfalls in den kommenden Tagen zu weitreichenderen Veränderungen im italienischen Fußball führen könnten.