35. Türkische Filmtage München beginnen

Die Türkischen Filmtage München bereiten sich darauf vor, zum 35. Mal ihre Vorhänge zu öffnen. Auf dem Festival, bei dem Müjde Ar den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk erhalten wird, wird auch der Dokumentarfilm „Komünist Osman“ von Gökmen Ulu gezeigt.

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Die 35. Türkischen Filmtage München beginnen. Die Auswahl an unabhängigen Kunstfilmen, die von erfahrenen Produzenten und Regisseuren aus der Türkei zusammengestellt wurde, umfasst neun Spielfilme, acht Dokumentarfilme und zehn Kurzfilme.

Die filmische Reise des Festivals beginnt in Istanbul, erstreckt sich bis in die Ägäis, führt durch Zentralanatolien und setzt sich in Richtung des Ostens des Landes fort.

LEBENSWERK-EHRENPREIS FÜR MÜJDE AR

Das Festival beginnt mit der restaurierten Fassung des Yeşilçam-Klassikers „Şalvar Davası“.

In dem 1983 unter der Regie von Kartal Tibet entstandenen Film, der die Geschichte von Frauen erzählt, die gegen die machohaften Männer eines Dorfes aufbegehren, spielten Müjde Ar und Şener Şen die Hauptrollen.

Nach der Filmvorführung wird Müjde Ar, eine der ikonischen Schauspielerinnen des türkischen Kinos, die ihr 50-jähriges künstlerisches Jubiläum feiert, der Ehrenpreis für ihr Lebenswerk verliehen.

'KOMÜNIST OSMAN' IN MÜNCHEN

Am zweiten Festivaltag, Donnerstag, den 18. April, um 19:00 Uhr, wird der Dokumentarfilm „Komünist Osman“ ausgestrahlt, der das Abenteuer von Osman Özgüven, dem ehemaligen Bürgermeister von Dikili (Izmir), der sein politisches Leben im Umfeld von SODEP, SHP und CHP verbrachte, und seinen Weggefährten erzählt.

Nach der Vorführung des Dokumentarfilms, der den Kampf für Arbeit, Demokratie und Frieden von Osman Özgüven und seinen Mitstreitern thematisiert, die durch die Umsetzung einer lokalen Revolution in der Türkei Pionierarbeit in der sozialorientierten Kommunalpolitik leisteten, werden Regisseur Gökmen Ulu und Ercan Karakaş, einer der Zeitzeugen, die Fragen des Publikums beantworten.

Das Festival wird mit den Vorführungen der Filme „Karganın Uykusu“ von Tunahan Kurt, „Ela ile Hilmi ve Ali“ von Ziya Demirel, „Cam Perde“ von Fikret Reyhan, „Rodakis’i Ararken“ von Kerem Soyyılmaz, „Son Hasat“ von Erdem Şenocak, „Son Noktada“ von Katja Bürkle und „En Uzun Gece“ von Can Merdan Doğan fortgesetzt.