Experten warnen: Achten Sie auf die Gefahr von Krupp bei Kindern
Krupp tritt meist in den Wintermonaten während Epidemien auf. Die Krankheit beginnt oft wie eine Erkältung und zeigt typischerweise nachts einen rauen, bellenden Husten sowie geräuschvolle Atmung. Besonders bei engem Kontakt ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch leicht möglich. Was man über Krupp wissen sollte...
12punto
Krupp ist ein Infektionsbild, das Kehlkopf, Stimmbänder und Luftröhre betrifft. Meist ist ein Virus die zugrunde liegende Ursache. Häufig verläuft die Krankheit mild und klingt schnell wieder ab.
Diese Symptome können jedoch manchmal schwerwiegender sein und zu Atemnot führen. Krupp ist bei Kindern im Alter zwischen 6 Monaten und 3 Jahren weit verbreitet. Manche Kinder können zwei oder mehr Krupp-Anfälle erleiden.
Da die Luftröhre mit zunehmendem Alter eine stärkere und weitere Struktur annimmt, ist Krupp nach dem 6. Lebensjahr zwar selten, kann aber dennoch bei Jugendlichen auftreten.
ERSTES ANZEICHEN IST EINE ERKÄLTUNG
Kinder können tagsüber abgesehen von Erkältungssymptomen einen allgemein guten Eindruck machen, doch nachts kann sich ein rauer, bellender Husten und geräuschvolles Atmen entwickeln. Zu den Symptomen von Krupp gehören:
Husten: Es handelt sich meist um einen bellenden, rauen Husten. Die Ursache hierfür ist der entzündliche Prozess und das Ödem an den Stimmbändern. Es kann zu Stimmveränderungen und Heiserkeit kommen.
Atemwegsbefunde: Die Infektion verursacht einen entzündlichen Prozess an der Innenwand der Luftröhre. Zusätzlich kann es in diesem Prozess zu einer vermehrten Sekretbildung kommen.
Diese entzündliche Reaktion und die Zunahme der Sekrete können zu einer Verengung der Luftröhre führen. Als Folge dieser Verengung erzeugen Kinder beim Ein- und Ausatmen ein geräuschvolles Atemgeräusch, das als „Stridor“ bezeichnet wird. Zudem können Kinder je nach Grad der Verengung Schwierigkeiten beim Atmen haben.
Weitere Symptome: Erkältungserscheinungen wie hohes Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, laufende Nase, Heiserkeit und Halsschmerzen können das Krankheitsbild begleiten. Obwohl Krupp meist mit Erkältungssymptomen einhergeht, kann es auch ohne vorherige Anzeichen auftreten.
WENN ATEMNOT ENTSTEHT
Typischerweise verschlechtert sich der Zustand von Kindern mit Krupp häufig nachts. Die Krupp-Symptome erreichen meist 1 bis 3 Tage nach Beginn der Infektion ihren Höhepunkt und gehen danach in die Genesungsphase über.
Der störende Husten kann jedoch noch eine weitere Woche anhalten. Atemnot, die bei einer ernsthaften Verengung der Luftröhre auftritt, ist von Bedeutung.
Wenn die Haut oder die Lippen des Kindes bläulich anlaufen, das Kind schläfrig wirkt, die Atemnot zunimmt oder es übermäßig speichelt und Schluckbeschwerden hat, muss unbedingt eine Beurteilung durch einen Facharzt erfolgen.
STEROIDHALTIGE MEDIKAMENTE KÖNNEN EINGESETZT WERDEN
Da Krupp durch ein Virus verursacht wird, helfen Antibiotika nicht. Die Krupp-Erkrankung kann meist ohne spezielle Behandlung zu Hause ausheilen. Da der Krupp-Erreger leicht übertragbar ist, sollte das erkrankte Kind von anderen Kindern ferngehalten werden.
Paracetamol kann helfen, hohes Fieber oder Halsschmerzen zu lindern. Wenn Krupp zu einer Verengung der Atemwege und Atembeschwerden führt, können steroidhaltige Medikamente eingesetzt werden, um die Schwellung zu reduzieren und das Atmen zu erleichtern.
Neben oral verabreichten Steroiden kann auch Adrenalin, das über einen Vernebler (Maske) verabreicht wird, dazu beitragen, die Schwellung in den Atemwegen zu verringern.
EMPFEHLUNGEN BEI KRUP
Besonders Kinder mit Stridor sollten beruhigt werden und eine bequeme Position einnehmen. Weinen kann das Atmen zusätzlich erschweren.
Hohes Fieber kann zu einer erhöhten Atemfrequenz führen. In diesem Fall können fiebersenkende Mittel verabreicht werden, die Paracetamol oder Ibuprofen enthalten.
Wenn das Kind dazu bereit ist, sollte der Konsum von kalten Getränken gefördert werden. Dies hilft dabei, das Ödem zu reduzieren.
Ebenso kann kalte und saubere Luft dazu beitragen, die Symptome zu lindern.