Schnullernutzung bei Babys: Worauf zu achten ist

Schnuller sind Produkte, die häufig sowohl zur Befriedigung der physiologischen Bedürfnisse von Babys als auch zur Beruhigung und Entspannung während der täglichen Routine oder Schlafenszeit gewählt werden. In anstrengenden Phasen der Säuglingszeit können sie für Mütter oft eine große Erleichterung sein. Hier sind die wichtigsten Punkte, die bei der Verwendung von Schnullern bei Babys beachtet werden sollten...

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Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Schnullermodellen, die sich durch unterschiedliche Eigenschaften und Materialien auszeichnen und jeweils eigene Vor- und Nachteile bieten.

Um zu verhindern, dass die Schnullernutzung zu Problemen wie der Ablehnung der Brust, Karies, Zahnfehlstellungen, Kieferanomalien oder der Gewöhnung an das Daumenlutschen führt, ist es wichtig, einige wesentliche Punkte zu kennen.

WORAUF BEI DER SCHNULLERNUTZUNG ZU ACHTEN IST

  • Bevor das Baby nicht sicher an der Brust trinkt, sollte nicht mit der Schnullernutzung begonnen werden.
  • Ein Schnuller sollte niemals in den Mund einer anderen Person gesteckt werden, auch nicht von Eltern oder Betreuungspersonen.
  • Um das Baby an den Schnuller zu gewöhnen, das Einschlafen zu erleichtern oder in dem Glauben, es sei gesund, sollte der Schnuller nicht in Honig oder Zuckerrübensirup getaucht werden. Wenn ein Baby mit zuckerhaltigen Substanzen im Mund einschläft, ist dies eine der Hauptursachen für schwere Karies, die sogenannte „Nuckelflaschenkaries“ oder frühkindliche Karies.
  • Die Verwendung von Fruchtsaugern, um den Obstkonsum des Babys zu erhöhen und die Vitaminaufnahme zu erleichtern, kann bei Babys mit hohem Kariesrisiko das Risiko für einen frühen Zahnverlust erhöhen. Bei Babys, die den Fruchtsauger als Genussmittel nutzen, verbleibt der in den Früchten enthaltene Zucker im Vergleich zur Fütterung mit dem Löffel länger im Mundraum, in dem sich bereits kariesverursachende Bakterien befinden, was das Kariesrisiko steigert.
  • Bei der Auswahl eines Schnullers sollten unbedingt Produkte gewählt werden, die frei von Bisphenol-A (BPA) sind. Insbesondere aufgrund der schädlichen Auswirkungen auf die reproduktive Gesundheit ist die Verwendung von BPA in Produkten für Babys in vielen Ländern verboten.
  • Kiefergerechte Schnuller, die so konzipiert sind, dass sie die Brustwarze der Mutter imitieren, werden mit dem Versprechen vermarktet, die Kieferentwicklung und Zahnstellung weniger zu beeinträchtigen. Sie können als neue Alternative für Eltern in Betracht gezogen werden, doch es ist nicht korrekt zu behaupten, dass sie die durch klassische Schnuller verursachten Fehlstellungen im Mundraum vollständig verhindern können. Diese Schnuller sollten nur innerhalb der empfohlenen Nutzungsdauer verwendet werden.
  • Bakterien und Mikroorganismen, die sich auf Schnulleroberflächen ansammeln, wenn diese herunterfallen und wieder in den Mund genommen werden oder nicht ordnungsgemäß und häufig genug gereinigt werden, können lokale Infektionen wie Mundsoor oder ernsthafte Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts verursachen. Zur Reinigung können spezielle Sterilisatoren verwendet werden; alternativ reicht es aus, die Schnuller alle zwei Tage für 5 Minuten auszukochen.
  • Latexschnuller sollten vermieden werden, sowohl wegen des Risikos einer Latexallergie als auch, weil die Bakterienanhaftung bei diesem Material höher ist als bei Schnullern aus anderen Materialien.
  • Eine Nutzung des Schnullers über das 12. Lebensmonat hinaus kann das Risiko für eine akute Mittelohrentzündung erhöhen.
  • Die Schnullernutzung sollte beendet werden, wenn die Milch-Eckzähne durchbrechen, was bei Babys im Durchschnitt im Alter von 18 Monaten der Fall ist. Eine langfristige Schnullernutzung kann zu ernsthaften Störungen in der Kieferentwicklung und Zahnstellung führen.