Was ist das RS-Virus (Respiratorisches Synzytial-Virus), wie wird es übertragen und was sind die Symptome?

Das RS-Virus (Respiratorisches Synzytial-Virus), das mit Symptomen wie Fieber, Husten, Schnupfen, Erkältungserscheinungen und allgemeinem Unwohlsein einhergeht, kann schwere Atemwegserkrankungen verursachen.

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Die zwischen November und März verbreitete RSV-Welle kann bei Kindern zu Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen und Infektionen der oberen Atemwege führen.

Experten weisen darauf hin, dass Frühgeborene sowie Kinder mit Herz- und Lungenerkrankungen bei RSV besonders gefährdet sind und Eltern daher besonders vorsichtig sein sollten.

WIE WIRD RSV ÜBERTRAGEN?

RSV wird durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Die gemeinsame Nutzung von Gegenständen, auf denen sich der Erreger befindet, erleichtert die Übertragung. Da das Virus in Aerosolen nicht lange aktiv bleibt, ist eine Übertragung durch Tröpfchen nur begrenzt möglich.

Nach der Ansteckung bricht die Krankheit innerhalb von ein bis sieben Tagen aus.

Säuglinge, die wegen einer RSV-Infektion im Krankenhaus liegen, können das Virus bis zu 21 Tage lang in ihrer Umgebung verbreiten. Nach einer Infektion entwickelt sich zwar eine natürliche Immunität, diese ist jedoch nicht ausreichend, sodass eine erneute Erkrankung möglich ist.

WAS SIND DIE SYMPTOME VON RSV?

  • Eine RSV-Infektion beginnt häufig mit Erkältungssymptomen wie Fieber, Schnupfen, Husten und allgemeinem Unwohlsein.
  • Bei Frühgeborenen und anderen Risikogruppen treten am dritten oder vierten Tag der Erkrankung schwerere Symptome auf.
  • Das Virus breitet sich im Lungengewebe aus, verstopft die kleinen Atemwege und führt zu Bronchiolitis, pfeifender Atmung, Atemnot, Schwäche, Bauchschmerzen und Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme. Dieses Krankheitsbild kann sich zunehmend verschlechtern, zu Atemversagen führen und lebensbedrohlich werden.
  • Da das Baby bei einer schweren Infektion nicht ausreichend atmen kann und unter Luftnot leidet, beginnen die Bauchmuskeln bei der Atmung mitzuarbeiten, die Zwischenrippenmuskulatur zieht sich ein, die Nasenflügel blähen sich auf und die Atemfrequenz steigt an.
  • Das Baby gibt beim Ausatmen pfeifende Geräusche von sich, kann aufgrund der Atemnot nicht ausreichend trinken und verweigert die Nahrung. Gleichzeitig können sich die Lippen blau verfärben.
  • Dieser lebensbedrohliche Zustand erfordert ein sofortiges Eingreifen und eine stationäre Behandlung des Babys im Krankenhaus.