Wissenschaftler warnen: Strömungen im Atlantik nahe kritischer Schwelle

Den Ergebnissen einer neuen Studie der Universität Utrecht in den Niederlanden zufolge droht dem Strömungssystem im Atlantik, zu dem auch der Golfstrom gehört, durch den Zustrom von Süßwasser aus schmelzenden Gletschern der Zusammenbruch.

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Der Forscher René von Westen erklärte, dass die Auswirkungen der negativen Entwicklung im atlantischen Strömungssystem auf das Klima verheerend sein würden.

Unter Verwendung komplexer Klimamodelle untersuchten die Forscher, wie sich Wärme und Salzwasser in einem System im Atlantik bewegen, das auch den Golfstrom umfasst, welcher zum relativ milden Klima in Skandinavien beiträgt.

Der Süßwasserzufluss, der durch das Schmelzen des Eises in Grönland und der Arktis verursacht wird, führt zu einer Abschwächung der Strömungen.

In Computermodellen beobachten die Forscher 'Frühwarnsignale', die zeigen, dass die Entwicklung bis zu einer 'kritischen Schwelle' fortschreitet, also einem Wendepunkt, an dem das Strömungssystem vollständig zusammenbricht.

ÜBER DEN NORDATLANTIKSTROM

Der Nordatlantikstrom ist eine starke warme westliche Grenzströmung, die den Golfstrom nach Nordosten verlängert. Er beginnt bei den Grand Banks und erstreckt sich bis nach Irland, wo er sich in zwei Arme teilt.

Die nach Süden gerichtete Strömung ist als Kanarenstrom bekannt. Die nach Norden gerichtete Strömung teilt sich zwischen den Färöer-Inseln und Island in den Irmingerstrom und den Norwegischen Strom auf.

Diese Strömungen haben einen großen Einfluss auf das Klima in Europa.