6. Verhandlung im Prozess um das İsias-Hotel hat begonnen
Die sechste Verhandlung im Prozess um das Grand İsias Hotel in Adıyaman, das bei den Erdbeben vom 6. Februar 2023 für 72 Menschen zum Grab wurde, hat begonnen. Die vor der Verhandlung versammelten Familien forderten eine Anklage wegen "bedingten Vorsatzes" gegen die Angeklagten.
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Adıyaman war eine der Provinzen, die von den Erdbeben mit Epizentrum in Kahramanmaraş am 6. Februar 2023 betroffen waren. Das Grand İsias Hotel in Adıyaman war einer der Orte, an denen die Zerstörung am schwersten ausfiel. Das Hotel wurde für 72 Menschen, darunter nordzyprische Sportler und Reiseleiter, zum Grab.
Die Angehörigen der Erdbebenopfer versammelten sich vor der Verhandlung vor dem Justizgebäude von Adıyaman.
An der Verhandlung vor dem 3. Schwurgericht, in der 11 Personen, davon 3 in Untersuchungshaft, wegen des Vorwurfs der "fahrlässigen Tötung und Verletzung mehrerer Personen durch bewusste Fahrlässigkeit" angeklagt sind, nahmen die inhaftierten Angeklagten, der Hoteleigentümer Ahmet Bozkurt, sein Sohn und Vorstandsmitglied des Hotels Mehmet Fatih Bozkurt sowie der Architekt Erdem Yıldız, per Videoschalte (SEGBİS) teil.
An der Verhandlung nahmen der Premierminister der Türkischen Republik Nordzypern Ünal Üstel, Abgeordnete, Angehörige der Erdbebenopfer sowie zahlreiche weitere Personen teil.
Vor der Verhandlung hielten die Familien sowie Mitglieder des Vereins zur Bewahrung der Champion-Engel (Şampiyon Melekleri Yaşatma Derneği) und der Plattform für Gerechtigkeit für Reiseleiter Transparente mit der Aufschrift "Gerechtigkeit wird durch bedingten Vorsatz kommen", "Öffentliche Bedienstete sollen vor Gericht gestellt werden", "Kein Schicksal, sondern Mord" und gaben eine Presseerklärung ab.
In der von der Vorsitzenden des Vereins zur Bewahrung der Champion-Engel, Ruşen Yücesoylu Karakaya, verlesenen Erklärung wurde die Forderung nach einer Anklage wegen "bedingten Vorsatzes statt bewusster Fahrlässigkeit" zum Ausdruck gebracht.