Bemerkenswerter 'Gesundheits'-Vorschlag der AKP

Mit einem neuen, 29 Artikel umfassenden Gesetzesentwurf, den die AKP im Parlament eingebracht hat, wird der Weg für den Verkauf von medizinischem Cannabis in Apotheken geebnet.

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Die Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) hat dem Präsidium der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) einen neuen Gesetzesentwurf vorgelegt, der umfassende Regelungen im Gesundheitsbereich enthält. Die Regelung mit dem Titel "Gesetzesentwurf zur Änderung einiger Gesetze im Gesundheitsbereich sowie des Gesetzesdekrets Nr. 663" erregte insbesondere durch den Punkt zum Verkauf von medizinischem Cannabis in Apotheken Aufmerksamkeit.

Die stellvertretende AKP-Fraktionsvorsitzende Leyla Şahin Usta teilte die Details des Entwurfs auf einer Pressekonferenz im Parlament der Öffentlichkeit mit. Usta kündigte an, dass medizinisch angebauter Hanf in der neuen Periode kontrolliert in Apotheken zum Verkauf angeboten werden könne.

Usta äußerte sich wie folgt:

"Unter Berücksichtigung der Vorteile von Cannabis im Gesundheitsbereich weltweit wird der Umfang des Hanfanbaus zur Gewinnung von pharmazeutischen Wirkstoffen auf den Anbau zur Gewinnung von medizinischen Produkten, Gesundheits- und Ergänzungsprodukten sowie Körperpflegeprodukten ausgeweitet. In diesem Rahmen wird auch angestrebt, den Bedarf an Hanf-Rohstoffen kontrolliert durch die Produktion im eigenen Land zu decken und die Wettbewerbsfähigkeit im Gesundheitswesen zu steigern.

Der Prozess des Anbaus und der Ernte von Hanf verbleibt in der Zuständigkeit des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft; die Verarbeitung, Zubereitung, der Export, die Lizenzierung, Registrierung, Genehmigung und der Verkauf von medizinischem Cannabis werden hingegen dem Gesundheitsministerium unterstellt. Der Verkauf der genannten Produkte wird ausschließlich in Apotheken gestattet, wodurch deren Kontrolle und Sicherheit gewährleistet werden soll. Zudem werden sie über ein elektronisches Nachverfolgungssystem überwacht. Aufgrund ihrer Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit wird auch für spezielle medizinische Lebensmittel eine Meldepflicht an das Arzneimittel-Nachverfolgungssystem eingeführt, um die Lieferkette zu schützen."