Schreckensmoment in Beyoğlu: Taxifahrer ausgeraubt und in den Kopf geschossen!

Der 53-jährige Taxifahrer Ali Sancar, der von einem Fahrgast überfallen und ausgeraubt wurde, ist im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Nach der traurigen Nachricht protestierten seine Kollegen gegen die Tat.

İHA

Im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu, im Viertel Yenişehir in der Avşar-Straße, ereignete sich gegen Mitternacht um 00.00 Uhr ein erschütternder Vorfall. Der 53-jährige Ali Sancar hatte gerade seine Schicht am Steuer seines Taxis mit dem Kennzeichen 34 TJZ 47 begonnen. Berichten zufolge zog die Person, die er als Fahrgast aufgenommen hatte, plötzlich eine Waffe und schoss auf den Taxifahrer. Sancar wurde durch einen Schuss in den Kopf schwer verletzt.

Nachdem der Täter den Taxifahrer niedergeschossen hatte, floh er mit dem geraubten Geld vom Tatort. Informationen zufolge befand sich kein Bargeld im Fahrzeug, jedoch wurde Sancar das gesamte Geld, das er bei sich trug, vom Täter abgenommen.

SCHWERVERLETZT INS KRANKENHAUS EINGELIEFERT

Nachdem Anwohner die Schüsse gehört und die Behörden alarmiert hatten, wurden Polizei und Rettungskräfte entsandt. Ali Sancar wurde mit einem Krankenwagen in das Taksim-Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus gebracht, wo er trotz aller Bemühungen der Ärzte verstarb. Während die Polizei eine großangelegte Fahndung nach dem Täter einleitete, untersuchten Kriminaltechniker das Taxi auf Spuren.

REAKTIONEN UND PROTESTE DER KOLLEGEN

Die Nachricht vom Tod des Fahrers löste bei den Taxifahrern große Bestürzung aus. Zahlreiche Kollegen versammelten sich vor dem Krankenhaus, bildeten einen Autokonvoi und hupten. Später kamen die Fahrer erneut vor dem Krankenhaus zusammen, um gegen den Tod ihres Kollegen zu protestieren.

Eyüp Berk, der im Namen der Taxifahrer sprach, drückte die Verzweiflung der Berufsgruppe mit folgenden Worten aus:

"Wir sind sehr traurig. Heute haben wir wieder einen Kollegen bei einem Vorfall verloren, den wir zutiefst verurteilen und gegen den wir seit Jahren kämpfen. Wir sind erschüttert, ich wünsche ihm Gottes Gnade, seiner Familie mein Beileid und den Hinterbliebenen viel Kraft. Wir befinden uns in einer sehr schwierigen Lage; der Beruf wird von Tag zu Tag unerträglicher. Erst neulich haben wir einen Bruder verloren. Heute erreichte uns die Nachricht, dass ein 16-Jähriger einen weiteren Kollegen von hinten mit einem Messer angegriffen hat. Am Abend mussten wir dann den leblosen Körper unseres Bruders Ali sehen. Wir sind es leid, unsere Kollegen einen nach dem anderen zu Grabe zu tragen. Wir sagen jedes Mal, es soll das letzte Mal sein, aber es hört nicht auf."

„WENN SICH DIE TÜR ÖFFNET, FRAGEN WIR UNS: WERDEN WIR ANGEGRIFFEN?“

Eyüp Berk betonte, dass die Taxifahrer in ständiger Angst leben und auch ihre Familien große Sorgen haben:

"Unsere Familien üben mittlerweile Druck auf uns aus. Mit jeder neuen Todesmeldung sagen sie uns: 'Gib diesen Beruf auf, mach das nicht mehr.' Unsere Kinder schauen uns in die Augen, wenn wir das Haus verlassen, und fragen sich, ob wir wohlbehalten zurückkehren werden. Unsere Ehefrauen rufen uns zehnmal am Tag an, um nach unserem Befinden zu fragen, und unsere Eltern verabschieden uns mit Gebeten. Wir haben von Tag zu Tag mehr Angst, weil wir nicht wissen, wer die Leute sind, die wir in unser Auto lassen. Wenn ein Fahrgast ein Zeichen gibt, überlegen wir: 'Sollen wir anhalten oder nicht?' Wir haben vergessen, wie es ist, einen Fahrgast mit einem 'Hallo' oder 'Guten Tag' zu begrüßen; in unserem Kopf gibt es nur eine Frage: 'Wenn sich die Tür öffnet, wird mich dieser Mann wohl angreifen oder nicht?' Wir sind wirklich sehr traurig. Wir sind heute Abend hier für Ali; möge Gott ihm gnädig sein. Unser Beileid gilt allen unseren Kollegen."