5 Bücher, die Atatürk jungen Menschen empfahl!

Der große Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, der zeitlebens fast 4.000 Bücher las und selbst 9 Bücher verfasste – welche Werke empfahl er jungen Menschen zu lesen? Welches Buch hatte Atatürk stets griffbereit?

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Gazi Mustafa Kemal Atatürk, der den Unabhängigkeitskrieg der türkischen Nation anführte und den errungenen Sieg mit der Gründung der Republik krönte, war auch durch sein Streben nach „kultureller Modernisierung“ ein Vorbild für sein Volk.

Der Gazi Pascha, der sich der drei Säulen der Unabhängigkeit – militärisch, wirtschaftlich und kulturell – bewusst war, gab sein Ideal, einen modernen Staat zu schaffen, niemals auf.

Haben Sie sich jemals gefragt, welche Buchempfehlungen ein Anführer hatte, der selbst inmitten der zahlreichen Kriege, an denen er in seinem 57-jährigen Leben teilnahm, las?

Wir haben die Bücher zusammengestellt, die der Gazi der jungen Generation zum Lesen empfahl.

Hier sind die wertvollen Bücher, die Atatürk jedem türkischen Jugendlichen ans Herz legte;

1- Im Lande der weißen Lilien – Grigory Petrov

„Im Lande der weißen Lilien“ ist die Geschichte, wie sich das aus Sümpfen, Seen und Granitfelsen bestehende Finnland entwickelte und sich in ein „Land der Lilien“ verwandelte. Es erzählt, wie Finnland durch die Anstrengungen und die Entschlossenheit einer Handvoll Menschen aus der Asche auferstand.

Dieses Buch, von dem Mustafa Kemal Atatürk wollte, dass es allen Schülern empfohlen und insbesondere an Militärschulen zur Pflichtlektüre gemacht wird, ist ein Werk, das für jeden zur Grundausstattung gehören sollte.

Atatürk ordnete an, dieses Buch in den Lehrplan der Militärschulen aufzunehmen.

2- Vom Gesellschaftsvertrag – Jean-Jacques Rousseau

Jean-Jacques Rousseau ist der bedeutendste romantische Denker und Schriftsteller der Aufklärung, der mit Werken wie „Abhandlung über die Wissenschaften und Künste“, „Émile oder über die Erziehung“, „Diskurs über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen“ und den „Bekenntnissen“ die Geschichte der Menschheit prägte. Der „Gesellschaftsvertrag“ (1762) gilt bis heute als eines der grundlegendsten philosophischen Werke über das Zusammenleben von Gesellschaften.

3- Der Zaunkönig (Çalıkuşu) – Reşat Nuri Güntekin

Der Roman erzählt die Geschichte der kindlich-reinen Feride, Tochter einer angesehenen Istanbuler Familie, die sich nach dem Verrat durch ihren geliebten Verlobten dem Lehrerberuf widmet und durch Anatolien reist, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Während „Der Zaunkönig“ ein emotionales Ereignis schildert, beleuchtet er zugleich kritisch gesellschaftliche Probleme. Das Werk gilt als ein Roman, der den Anstoß für eine neue und moderne Ära in der Türkei gab.

4- Grundlagen des Türkentums – Ziya Gökalp

Ziya Gökalp, eine der bedeutenden Persönlichkeiten der türkischen Denk-, Kultur- und Politikgeschichte, ist mit seinem Werk „Grundlagen des Türkentums“ ein Lehrmeister, der vermittelt, was es bedeutet zu sagen „Ich gehöre zur türkischen Nation“, wer die türkische Nation ist, woher sie kommt und wohin sie gehen sollte. Gökalp, der mit seinen Bemühungen das Fundament des türkischen Nationalismus legte, fasste die bis dahin verstreuten Gedanken zusammen, gab diesem nun in seiner wahren Bedeutung erkannten Denken den Namen „Türkentum“ (Türkçülük) und bestimmte den künftigen Weg der Nation. Die soziologischen, kulturellen und politischen Bewertungen, die Gökalp, der in der Übergangszeit vom Kaiserreich zum Nationalstaat lebte, in einer Zeit der allgemeinen Verwirrung über die türkische Gesellschaft und Kultur vornahm, behalten ihre Gültigkeit bis heute.

5- Belleten

„Belleten“ ist eine Zeitschrift, die seit Januar 1937 vierteljährlich von der Türkischen Historischen Gesellschaft (Türk Tarih Kurumu) in türkischer Sprache herausgegeben wird und Artikel zu Sprach- und Geschichtsthemen veröffentlicht.