Die am höchsten verschuldete AKP-Kommune der Türkei gibt Millionen für einen Aufzug aus
Die Stadtverwaltung Kocaeli konnte die ursprünglich für das Aufzugsprojekt am Bahnhof İzmit ausgegebenen 3,7 Millionen TL nicht abschließen und erhöhte die Gesamtkosten durch eine zweite Ausschreibung auf 9 Millionen TL.
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Die Stadtverwaltung Kocaeli, die den Titel der am höchsten verschuldeten Kommune der Türkei trägt, steht aufgrund der Kostensteigerung bei einem geplanten Aufzugsprojekt am Bahnhof İzmit in der Kritik. Die Kommune hat eine Gesamtverschuldung gegenüber dem Finanzministerium in Höhe von 1,8 Milliarden TL.
Laut einem Bericht von Birgün wurde die erste Ausschreibung am 16. April 2024 eröffnet und am 21. Mai 2024 ein Vertrag über 3 Millionen 737 Tausend TL mit einer natürlichen Person namens Ercan Yıldırım unterzeichnet. Das Projekt sollte ursprünglich am 1. Oktober 2024 abgeschlossen sein, doch zu diesem Zeitpunkt war der Aufzug nicht fertiggestellt und die vor Ort verwendeten Aluminiumprofile blieben lange Zeit ungenutzt.
Im April 2025 wurde für das unvollendete Projekt eine zweite Ausschreibung organisiert. Bei dieser am 14. April durchgeführten Ausschreibung reichte lediglich das Unternehmen Öz Asansör İnşaat ein Angebot ein, welches in Höhe von 5 Millionen 330 Tausend TL angenommen wurde. Die Stadtverwaltung unterzeichnete am 25. April 2025 einen neuen Vertrag mit diesem Unternehmen; die Fertigstellung des Aufzugs ist nun für den 7. Juli 2025 geplant.
Die Gesamtkosten des Aufzugsprojekts, die ursprünglich auf 3,7 Millionen TL veranschlagt waren, erreichten nach der zweiten Ausschreibung 9 Millionen 67 Tausend TL. Damit stiegen die Projektkosten um 142 Prozent gegenüber der ursprünglichen Schätzung.