Empörung über Hausarrest für jungen Fahrer nach tödlichem Unfall in Beyoğlu
Nach einem tödlichen Unfall, der von einem 17-jährigen Fahrer ohne Führerschein in Istanbul-Beyoğlu verursacht wurde, stieß die Entscheidung für Hausarrest bei der Familie des verstorbenen Abdulkerim Yavuz auf scharfe Kritik.
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Bei dem Unfall, der sich am Abend des 31. März im Stadtviertel Hacıahmet in Beyoğlu ereignete, fuhr der 17-jährige Mustafa E. mit dem leichten Nutzfahrzeug seines Vaters auf den Gehweg und erfasste den 59-jährigen Abdulkerim Yavuz. Der Fahrer, der nach dem Unfall vom Tatort floh, wurde von der Polizei gefasst und wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung dem Gericht überstellt. Das Gericht verhängte jedoch lediglich Hausarrest gegen Mustafa E.
FAMILIE REAGIERT EMPÖRT: "DIESE STRAFE IST WIE EINE BELOHNUNG"
Erhan Yavuz, der Sohn von Abdulkerim Yavuz, legte gegen die Entscheidung Berufung ein und erklärte: "Wir hatten erwartet, dass der Richter einen Haftbefehl erlässt. Stattdessen erfuhren wir von der Entscheidung zum Hausarrest. Das ist fast so, als würde man dem Kind eine Belohnung geben. Diese Entscheidung wirkt geradezu ermutigend für Kinder, Straftaten zu begehen." Yavuz betonte, dass das Gerichtsverfahren noch andauere und sie darauf hofften, dass der Gerechtigkeit Genüge getan werde.
RECHTSVERFAHREN DAUERT AN
Erhan Yavuz fügte hinzu: "Wir möchten, dass die Gerechtigkeit siegt und der Richter eine Entscheidung mit Empathie trifft. Wenn dieser Vorfall einem Familienmitglied des Richters passiert wäre, hätte er dann dieselbe Entscheidung getroffen? Wir appellieren an die Behörden und fordern, dass das Notwendige getan wird. Wir warten derzeit auf das Gericht und setzen unsere Einsprüche für eine Inhaftierung der Person fort." Die Familie erklärte, dass die Entscheidung ungerecht sei und sie hofften, dass ihr Schmerz durch einen Haftbefehl zumindest ein wenig gelindert würde.