Expertenbewertung zu Simav: Das ist ein Erdbebenschwarm

Die 1250 Erschütterungen, die sich in den letzten 1,5 Monaten im Landkreis Simav in Kütahya ereignet haben, werden von Experten als "Erdbebenschwarm" bezeichnet. Der Geologe Doç. Dr. Muzaffer Özburan erklärte, dass diese Erdbeben geothermischen Ursprungs sein könnten.

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Doç. Dr. Muzaffer Özburan von der Dumlupınar-Universität Kütahya gab bekannt, dass die seismische Aktivität, die am 21. April in Simav begann, weiterhin anhält und in diesem Zeitraum 1250 Erschütterungen registriert wurden. Özburan beschrieb diese Situation als "Erdbebenschwarm" und äußerte, dass die Erschütterungen geothermischen Ursprungs sein könnten.

Zuletzt ereignete sich am 10. Juni ein Erdbeben der Stärke 4,5, das laut Özburan an vielen Orten zu spüren war. Er teilte mit, dass seit dem 21. April insgesamt 8 Erdbeben mit einer Stärke von über 4 registriert wurden, wobei das stärkste davon eine Magnitude von 4,6 erreichte. Özburan betonte, dass im Gegensatz zu klassischen tektonischen Erdbeben hier keine klare Unterscheidung zwischen Hauptbeben und Nachbeben erkennbar sei.

Diese Erdbeben, die sich in der Region zwischen der Simav-Verwerfungszone, der Emet-Gediz-Verwerfungszone und der Naşa-Verwerfungszone ereignen, haben seit Jahresbeginn insgesamt 1350 Erschütterungen erreicht. Özburan wies darauf hin, dass diese intensive seismische Aktivität anhalten könnte.

Özburan erklärte, man vermute, dass die Erdbeben in Simav geothermischen Ursprungs seien, und man warte auf den Abschluss der Untersuchungen, um zu einem eindeutigeren Ergebnis zu gelangen. Er fügte hinzu, dass es ähnliche Beispiele in Amerika und Südkalifornien gebe und dass die seismische Aktivität in der Region zwar nicht auf der aktuellen Karte der aktiven Verwerfungen verzeichnet sei, jedoch in der gleichen Ausrichtung wie die Naşa-Verwerfungszone verlaufe.