Mord durch Erdbeben aufgedeckt: Knochen nach 10 Jahren im zerstörten Haus der Ex-Frau gefunden
In Malatya wurden die Knochen des seit 10 Jahren vermissten Hüseyin Bağatur im Fundament des Hauses seiner Ex-Frau Hediye Geçit entdeckt. Das Verbrechen kam durch das verdächtige Verhalten der Ex-Frau ans Licht, die nach den Erdbeben vom 6. Februar ständig das Gelände des zerstörten Hauses aufsuchte.
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Der in der Ortschaft Yuvalı im Bezirk Doğanşehir in Malatya lebende Hüseyin Bağatur und seine Ehefrau Hediye Geçit ließen sich Anfang 2014 einvernehmlich scheiden. Kurz nach der Scheidung verschwand Hüseyin Bağatur spurlos. Nachdem Angehörige keine Nachricht mehr von ihm erhalten hatten, erstatteten sie eine Vermisstenanzeige, doch auch die Sicherheitskräfte konnten Bağatur nicht ausfindig machen. In dieser Zeit ließ die dreifache Mutter Hediye Geçit ein neues Haus im Viertel errichten.
Die Mutter von Hüseyin Bağatur, Zahide Bağatur, wandte sich im Jahr 2020 an die Polizei und äußerte den Verdacht, dass ihr Sohn einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen umfassten Befragungen der Ex-Frau und deren Angehörigen, führten jedoch zu keinem Ergebnis.
HAUS BEI ERDBEBEN ZERSTÖRT
Bei den Erdbeben vom 6. Februar 2023 wurde auch das freistehende Haus, das Hediye Geçit 2014 hatte errichten lassen, zerstört. Nach dem Erdbeben empfanden Angehörige des vermissten Hüseyin Bağatur die häufigen Besuche von Hediye Geçit an der Stelle des zerstörten Hauses als verdächtig und meldeten dies der Polizei. Die Mordkommission nahm daraufhin die Ermittlungen wieder auf und überwachte die Telefonanschlüsse von Hediye Geçit. Während der technischen Überwachung wurde festgestellt, dass Hediye Geçit häufig mit den Brüdern Ali Rıza und Bayram Türker telefonierte und Gespräche über die Trümmer des Hauses führte. Bei der Überprüfung historischer HTS-Daten (Mobilfunkdaten) stellten die Polizeibeamten fest, dass die Telefone der Brüder Türker während der Bauphase des Hauses von Hediye Geçit im Jahr 2014 in diesem Gebiet eingeloggt waren.
KNOCHEN IM FUNDAMENT GEFUNDEN
Daraufhin leiteten die Polizeibeamten mit staatsanwaltschaftlicher Genehmigung eine Suche mit Leichenspürhunden in dem durch das Erdbeben zerstörten Haus von Hediye Geçit ein. Nachdem die noch stehenden Gebäudeteile mit schwerem Gerät abgerissen worden waren, um den Boden freizulegen, wurden bei Grabungen in dem Bereich, auf den die Leichenspürhunde reagiert hatten, Knochenfragmente gefunden. Die Knochen, bei denen es sich vermutlich um die des seit 10 Jahren vermissten Hüseyin Bağatur handelt, wurden zur DNA-Analyse an das Institut für Rechtsmedizin überstellt.
3 VERDÄCHTIGE INHAFTIERT
Die Polizei nahm Hediye Geçit sowie die Brüder Ali Rıza und Bayram Türker fest. Die drei Verdächtigen, gegen die im Rahmen der Ermittlungen eine Geheimhaltungsklausel verhängt wurde, wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Haftrichter vorgeführt und inhaftiert.