Neue Regelung in Planung: Wie hoch wird das Tempolimit auf der E-5 und den Autobahnen?
In der Türkei stehen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Radarkontrollen erneut auf der Tagesordnung. Während Autofahrer berichten, dass sie aufgrund plötzlicher Geschwindigkeitsreduzierungen auf einigen Straßen Bußgelder erhalten, hat die Regierung Arbeiten zur Aktualisierung der Tempolimits eingeleitet.
12punto
In der Türkei haben die Diskussionen über Geschwindigkeitsbegrenzungen und Radarkontrollen in letzter Zeit zugenommen. Autofahrer äußern ihre Beschwerden insbesondere darüber, welche Straßen als geschlossene Ortschaften gelten, ob die Verkehrsschilder die aktuellen Grenzwerte korrekt widerspiegeln und dass sie aufgrund plötzlicher Geschwindigkeitsreduzierungen mit Bußgeldern belegt werden.
Gemäß den Vorschriften liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung auf geteilten Straßen bei 110 Kilometern pro Stunde. Unter Berücksichtigung der Toleranzgrenze steigt dieser Wert auf 121 Kilometer pro Stunde. An einigen Stellen sinkt das Tempolimit jedoch auf 70 Kilometer pro Stunde, sobald man in eine geschlossene Ortschaft einfährt. Autofahrer, die darauf hinweisen, dass ein plötzlicher Übergang von 121 auf 70 in der Praxis schwierig ist, geben an, dass in diesen Bereichen häufig Radarkontrollen durchgeführt werden.
Auf der E-5-Autobahn in Istanbul ist das Tempolimit auf 80 Kilometer pro Stunde festgelegt. Obwohl es sich um eine dreispurige Straße handelt, wird dieses Limit durch in kurzen Abständen installierte Kameras überwacht. Zu Zeiten, in denen der Verkehr flüssig ist, kann das 80-km/h-Limit für Autofahrer zu Zeitverlusten führen.
Die Geschwindigkeitsbegrenzungen in der gesamten Türkei sind in Kategorien unterteilt: innerhalb von Ortschaften, außerhalb von Ortschaften und auf Autobahnen. Zudem gelten für jeden Fahrzeugtyp unterschiedliche Grenzwerte. Beispielsweise dürfen Pkw auf Autobahnen 140 Kilometer pro Stunde fahren. Mit einer Toleranz von 10 Prozent kann dieses Limit auf bis zu 154 Kilometer pro Stunde steigen.
Autofahrer können über Navigations-Apps überprüfen, welches Tempolimit auf welcher Straße gilt. Auf diese Weise ist es möglich, Verstöße zu vermeiden, die zu Bußgeldern führen könnten.
Andererseits wurden Arbeiten eingeleitet, um die Geschwindigkeitsbegrenzungen in einigen Regionen neu zu regeln. Unter Berücksichtigung von Faktoren wie Straßenstruktur, Verkehrsdichte und Fußgängeraufkommen wird geprüft, ob zu niedrig angesetzte Tempolimits angehoben werden können. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass Limits, die aufgrund von ungenutzten Fußgängerüberwegen gesenkt wurden, erneut überprüft werden sollen.
Die Arbeiten, die unter der Koordination des Innenministeriums sowie des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur durchgeführt werden, sollen unter Beteiligung der zuständigen Institutionen fortgesetzt werden. Es ist geplant, die Regelungen für vorrangige Straßen in der ersten Phase bis zum 1. September und für die übrigen Routen bis zum 31. Dezember abzuschließen.