Operation gegen historischen Artefakthandel in Istanbul: Über 10.000 Fundstücke von den Seldschuken bis zum Osmanischen Reich sichergestellt
Bei einer Operation gegen den Schmuggel historischer Artefakte in Istanbul wurden 10.185 historische Objekte und Münzen sichergestellt, die verschiedenen Zivilisationen zugeordnet werden. Die zwei im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommenen Verdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.
İHA
Teams der Abteilung zur Bekämpfung von Schmuggeldelikten der Istanbuler Polizeidirektion führten am 23. Juni im Rahmen von Ermittlungen wegen "Verstoßes gegen das Gesetz Nr. 2863 zum Schutz von Kultur- und Naturgütern" eine Operation gegen den Schmuggel historischer Artefakte in Beykoz durch. Bei der Operation wurden zwei Verdächtige gefasst und festgenommen. Bei der Durchsuchung der Adresse wurden insgesamt 10.185 Objekte sichergestellt, darunter 6.819 historische Artefakte und Gegenstände sowie 3.366 Münzen.
Erste Untersuchungen der sichergestellten Materialien ergaben, dass die Stücke den Epochen der anatolischen Seldschuken, der Großseldschuken, der Urartäer, Hethiter, Griechen, Römer, Byzantiner, Assyrer, Mesopotamier, Umayyaden, Abbasiden und Osmanen zuzuordnen sind. Es wurde mitgeteilt, dass die Fundstücke aus archäologischen Objekten, Münzen, Inschriften und verschiedenen Gruppen historischer Artefakte bestehen.
Erste Einschätzungen von Experten ergaben, dass ein Großteil der sichergestellten Stücke von einer Qualität ist, die eine Ausstellung in Museen ermöglichen würde. Angesichts der Vielfalt, des historischen Wertes und der Menge der Objekte wird die Operation als eine der bedeutendsten Sicherstellungen historischer Artefakte in der Geschichte der Abteilung zur Bekämpfung von Schmuggeldelikten bewertet. Die zwei festgenommenen Verdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von den Justizbehörden wieder auf freien Fuß gesetzt, wobei ihre Akten zur weiteren Bearbeitung übermittelt wurden.