Organisierte Troll-Provokation in den sozialen Medien: Aufhetzende Beiträge unter dem Deckmantel des „politischen Alevitentums“

Eine Gruppe von Trollen, darunter auch Personen, die als Journalisten auftreten und als AKP-nah bekannt sind, hat eine äußerst gefährliche Provokation in den sozialen Medien gestartet. Die offensichtlich koordinierte Kampagne, die sich gegen alevitische Bürger richtet, stieß auf scharfe Kritik.

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In den sozialen Medien fallen Beiträge auf, die gezielt alevitische Bürger ins Visier nehmen.

Die provokativen Nachrichten, die insbesondere unter dem Begriff „Politisches Alevitentum“ verbreitet werden und deren Planung offensichtlich ist, stießen auf Empörung, da sie gesellschaftliche Spannungen schüren.

Furkan Bölükbaşı, der für seine provokativen Beiträge bekannt ist, brachte den Begriff des politischen Alevitentums ins Spiel und äußerte sich in einer Weise, die alevitische Bürger diskreditiert.

Es zeigte sich, dass Bölükbaşı mit seinen Äußerungen versucht, Diskriminierung in den sozialen Medien zu befeuern.

Auch Mücahit Birinci, ein AKP-Mitglied, das in der Vergangenheit durch sexuell anzügliche Chatverläufe in die Schlagzeilen geriet, verbreitete aufhetzende Inhalte gegen alevitische Bürger.

Birincis Beiträge, die mit Bildern von Yavuz Sultan Selim versehen waren, lösten gesellschaftliche Proteste aus.

Dass neben diesen beiden Personen auch zahlreiche bekannte Troll-Accounts zeitgleich Äußerungen gegen Aleviten verbreiteten, warf die Frage auf: „Steckt hinter diesen Aktionen ein organisierter Plan?“

Viele Nutzer in den sozialen Medien äußerten, dass solche Diskurse darauf abzielten, die Gesellschaft anhand konfessioneller Unterschiede zu spalten, und ein erhebliches Risiko für den inneren Frieden in der Türkei darstellten.

Der Begriff des „politischen Alevitentums“, der plötzlich von regierungsnahen Trollen in Umlauf gebracht wurde, wird als ein neues Narrativ bewertet, das das Potenzial hat, die Gesellschaft zu spalten, und soll laut Kritikern psychologischen Druck auf die alevitische Gemeinschaft ausüben.

In den Reaktionen auf die Beiträge in den sozialen Medien wurde betont, dass versucht werde, den inneren Frieden der Türkei durch konfessionelle Spaltung zu untergraben, und dass die Bevölkerung gegenüber solchen Provokationen besonnen bleiben müsse.

AKADEMIKER FATİH YAŞLI: „DER BEGRIFF DES POLITISCHEN ALEVITENTUMS IST EINE DROHUNG GEGEN DIE GESELLSCHAFT“

Der Akademiker Fatih Yaşlı äußerte sich kritisch zu der in den sozialen Medien zeitgleich gestarteten Kampagne gegen alevitische Bürger unter dem Schlagwort „Politisches Alevitentum“.

Yaşlı erklärte, dass dieser Diskurs nicht nur eine Bedrohung für Aleviten darstelle, sondern für alle gesellschaftlichen Gruppen, die sich seit Jahren gegen islamistische Projekte stellen.

Fatih Yaşlı erklärte dazu:

„Der Begriff des ‚politischen Aleviten‘, der nach der Besetzung Syriens durch Dschihadisten in der Türkei in Umlauf gebracht wurde, ist eine massive Drohung, die von höchster Stelle nicht nur gegen Aleviten, sondern gegen alle gesellschaftlichen Schichten gerichtet ist, die sich seit Jahren gegen das islamistische Projekt stellen. Das muss man erkennen.“