Skandal! 'Reinigungspersonal nahm an Operationen teil und assistierte dem Arzt!'

Im Lokman Hekim Krankenhaus in Van soll Reinigungspersonal an Operationen teilgenommen und Ärzten assistiert haben. Die Krankenhausleitung wies die Vorwürfe zurück. Ein anderer Mitarbeiter des Krankenhauses bestätigte jedoch: „Die Vorwürfe sind wahr.“

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Ein weiterer Skandal erschüttert das Gesundheitswesen. Wie Ruşen Takva von T24 berichtet, soll ein Reinigungspersonal namens M.K., das im Lokman Hekim Krankenhaus in Van tätig ist, bei Operationen eingesetzt worden sein und den Ärzten assistiert haben. Es wurde bekannt, dass M.K., der nur einen Grundschulabschluss besitzt und über keinerlei medizinische Ausbildung verfügt, an gynäkologischen Eingriffen, Bypass-Operationen und neurochirurgischen Eingriffen teilgenommen haben soll. 

Die Krankenhausleitung wies die Vorwürfe zurück. Sie erklärte, dass Reinigungspersonal gemäß den Vorschriften den Operationssaal betreten dürfe, ein Eingriff am Patienten jedoch ausgeschlossen sei und die entsprechenden Richtlinien eingehalten würden.

Die Krankenhausleitung bekräftigte diese Behauptung auch in einer schriftlichen Stellungnahme. Auf kürzlich im Operationssaal aufgenommenen Bildern ist jedoch zu sehen, wie das Reinigungspersonal M.K., das im Zentrum der Vorwürfe steht, am Patienten hantiert und während eines Kaiserschnitts wie ein Assistenzarzt agiert. In einer weiteren Aufnahme ist zu erkennen, wie dieselbe Person bei einer Gehirnoperation einem anderen Chirurgen assistiert. Von der Krankenhausleitung gab es keine Erklärung dazu, ob M.K. über eine entsprechende Ausbildung für diese Aufgaben verfügt.

*DAS BILD WURDE VON DER NACHRICHTENSEITE T24 ÜBERNOMMEN

Ein Mitarbeiter, der im selben Krankenhaus tätig ist, äußerte sich zu den Vorwürfen gegen das Van Lokman Hekim Krankenhaus: „Die Vorwürfe sind wahr. Die genannten Personen sind uns bekannt, und wir wissen, dass sie kein Diplom haben. Es gibt sogar Aufzeichnungen darüber, dass einer von ihnen während einer Operation alleine und in Abwesenheit eines Facharztes Eingriffe vorgenommen hat“, sagte er.

'DIE KRANKENHAUSLEITUNG WEISS DAVON UND SIE NEHMEN AN VIELEN OPERATIONEN TEIL'

Der betreffende Mitarbeiter fuhr fort:

„Sie erzählten selbst, dass sie keine Diplome hätten. Da sie in einer geschlossenen Umgebung wie dem Operationssaal arbeiteten, konnten sie dies tun, ohne dass es jemand sah. Sie sagten ohnehin, dass sie zwar keine Diplome hätten, aber über viele Jahre hinweg von den Ärzten entsprechend angelernt worden seien. Sie sind also Autodidakten. Die Krankenhausleitung weiß von dieser Situation.

Die betreffende Person ist jemand, den auch die Krankenhausleitung und die Direktoren kennen, und sie nimmt an vielen Operationen teil. Zu diesen Operationen gehören Bypass-Eingriffe, gynäkologische Operationen und insbesondere neurochirurgische Eingriffe. Dies sind die Mitarbeiter, die dem Arzt bei diesen Eingriffen persönlich assistieren. Zudem ist es nicht nur eine Person. Wir wissen, dass es 6 bis 7 solcher autodidaktischen Mitarbeiter gibt, die in der Operationsabteilung arbeiten. Wir wissen sogar, dass selbst der Verantwortliche für den Operationssaal kein Diplom hat.“

'EINWEGMATERIALIEN WURDEN BEI ANDEREN OPERATIONEN WIEDERVERWENDET'

K.N., der seit sechs Jahren in dem Krankenhaus arbeitet, das im Zentrum der Vorwürfe steht, sagte: „Ich habe mehrfach miterlebt, wie dieses Personal ohne Diplom an Operationen teilnahm. Ich habe sogar gesehen, dass Einwegmaterialien mehrfach bei anderen Operationen verwendet wurden.“

K.N., der angab, mehrere Personen ohne Diplom bei Eingriffen im Operationssaal gesehen zu haben, sagte: „L.E., M.K. und H.T. – das waren Reinigungskräfte. Sie hatten keinerlei medizinisches Diplom. Sie sagten selbst, dass sie weder eine medizinische Fachschule noch eine Universität besucht hätten. Wir sehen, dass dieses Personal weiterhin an Operationen teilnimmt“, fügte er hinzu.

KRANKENHAUS WEIST VORWÜRFE ZURÜCK

Die Krankenhausleitung wies die Vorwürfe zurück. In der Erklärung hieß es: „Als Lokman Hekim Gesundheitsgruppe führen wir alle unsere Arbeiten und Prozesse im Rahmen der gesetzlich festgelegten Regeln durch. In Bezug auf die genannten Vorwürfe sind die Regeln für das im Operationssaal einzusetzende Personal durch die ‚Betriebsverordnung für stationäre Behandlungseinrichtungen‘ klar geregelt. Daher entsprechen die genannten Vorwürfe nicht der Wahrheit.“