224.000 Bäume werden gefällt: UVP-Genehmigung für das 'Projekt' der Cengiz Holding

Für das geplante Bergbauprojekt von Eti Bakır, einem Unternehmen der regierungsnahen Cengiz Holding im Bezirk Boyabat in Sinop, wurde die UVP-Genehmigung erteilt. Auf einer Fläche von rund 897 Hektar sollen 224.000 Bäume gefällt werden.

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Das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Kupferminen-Investition, die Eti Bakır, eine Tochtergesellschaft der Cengiz Holding, in Boyabat (Sinop) umsetzen möchte, wurde abgeschlossen. Das Ministerium für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel hat den Antrag des Unternehmens angenommen und eine „UVP-positiv“-Entscheidung für das Projekt getroffen.

RIESIGES GELÄNDE, TAUSENDE BÄUME

Dem 4.504 Seiten umfassenden Abschlussbericht zufolge umfasst das Projektgebiet eine Fläche von 897,87 Hektar. Während geplant ist, das etwa 1.263 Fußballfelder große Areal für Bergbauaktivitäten zu erschließen, wird angegeben, dass in diesem Rahmen 224.895 Bäume gefällt werden sollen. Dem Bericht zufolge besteht das Gelände aus Waldgebieten, landwirtschaftlichen Flächen und Buschland. Es wird angegeben, dass jährlich 4 Millionen Tonnen Kupfererz mittels Sprengverfahren gefördert werden sollen und die Menge des anfallenden Abraumgesteins 9 Millionen 250 Tausend Tonnen betragen wird.

Das Bergbaugebiet ging im Oktober 2024 durch eine Ausschreibung an die Cengiz Holding über. Dass die Cengiz Holding das einzige Unternehmen war, das die Bedingungen der vom Ministerium für Energie und natürliche Ressourcen sowie der Generaldirektion für Bergbau und Erdölangelegenheiten durchgeführten Ausschreibung erfüllte, löste in der Öffentlichkeit Kritik aus. Es wurde festgehalten, dass das Unternehmen 3,68 Milliarden TL für das Gelände zahlte.