246 Millionen Jahre alt: Meeressaurier entdeckt
Ein fossiler Wirbel eines Meeresungeheuers, das vor 246 Millionen Jahren lebte, wurde entdeckt. Das als Nothosaurier bekannte Meeresreptil lebte in einer Zeit, als die Dinosaurier gerade erst begannen aufzutauchen.
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Das antike Fossil besteht aus einem einzigen Wirbel, der am Fuße des Mount Harper auf der Südinsel Neuseelands ausgegraben wurde.
Dieser Fundort ist äußerst bemerkenswert, da Beweise für die frühe Ausbreitung von Reptilien in die Ozeane bisher nur von der Insel Spitzbergen in der Arktis, dem Nordwesten Nordamerikas und dem Südwesten Chinas bekannt waren.
Das Fossil selbst ist nicht neu; es wurde bereits 1978 entdeckt, doch seine Bedeutung lässt sich erst durch neue Analysen verstehen.
Es gehörte zu einem Nothosaurier, einem Verwandten der Sauropterygier, zu denen auch die Plesiosaurier zählten, die etwa 7 Meter lang waren und sich mit vier paddelartigen Gliedmaßen im Wasser fortbewegten.
'MEHR ALS 40 MILLIONEN JAHRE ÄLTER'
Dr. Benjamin Kear erklärte: "Der in Neuseeland gefundene Nothosaurier ist mehr als 40 Millionen Jahre älter als die bisher ältesten bekannten Sauropterygier-Fossilien aus der südlichen Hemisphäre."
Typischerweise wurden die ältesten Nothosaurier-Fossilien entlang der nördlichen Ränder von Panthalassa gefunden, daher verändert diese Entdeckung unser Wissen darüber, woher diese Tiere stammten und wie sie sich verbreiteten.
'SCHNELLE AUSBREITUNG NACH SÜDEN UND NORDEN'
Kear sagte: "Unter Verwendung eines zeitlich abgestimmten Evolutionsmodells ihrer globalen Verbreitung zeigen wir, dass Nothosaurier in der Nähe des Äquators entstanden und sich dann nach dem katastrophalen Massenaussterben, das den Beginn des Dinosaurierzeitalters markierte, gleichzeitig schnell sowohl nach Norden als auch nach Süden ausbreiteten, als sich komplexe marine Ökosysteme wieder aufbauten."