„Beton“-Belagerung im Norden Istanbuls: Ackerland verwandelt sich in eine Baustelle!

Das preisgekrönte Foto des Reporters der Nachrichtenagentur İhlas (İHA), Ahmet Faruk Sarıkoç, belegt den massiven Bebauungsdruck auf die Lungen Istanbuls und dessen Wasserressourcen. Das Bild fasst den unerbittlichen Kampf zwischen Grün und Beton in einer einzigen Aufnahme zusammen.

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Die Bilder aus dem Stadtviertel Hacımaşlı im Bezirk Arnavutköy haben erneut die Frage aufgeworfen, wie die natürlichen Grenzen Istanbuls strapaziert werden und wie schnell Ackerland zubetoniert wird. Die Aufnahme von Ahmet Faruk Sarıkoç, die zu den bedeutendsten Pressefotos des Jahres zählt, verdeutlicht das erschreckende Ausmaß, mit dem sich die Stadt nach Norden ausdehnt.

ACKERLAND WEICHT BETONBLÖCKEN

Im Fokus des Fotos stehen einerseits die weiten Ackerflächen, die noch versuchen, ihr Grün zu bewahren, sowie der Sazlıdere-Staudamm, eine der lebenswichtigen Wasserquellen Istanbuls; direkt daneben sind riesige Baustellen mit Hunderten von Wohneinheiten zu sehen. Dieser scharfe Kontrast ist das konkrete Dokument dafür, wie fruchtbare Böden der Produktion entzogen und in ein „Renten- und Baugebiet“ verwandelt werden.

WASSERRESSOURCEN UND LEBENSMITTELSICHERHEIT BEDROHT

Experten weisen darauf hin, dass diese schnelle Bebauung in Hacımaşlı und Umgebung nicht nur die Natur, sondern auch die Zukunft der Stadt bedroht:

Betonierungsdruck: Freie Flächen und Felder werden durch geplante oder ungeplante Expansionsschritte schnell Wohnprojekten überlassen.

Staudammbecken in Gefahr: Die Blöcke, die direkt neben kritischen Wasserreservoirs wie dem Sazlıdere-Staudamm in die Höhe wachsen, geben Anlass zur Sorge um die Zukunft der Schutzgürtel des Beckens und des Grundwassers.

Widerspruch zur Klimakrise: Grünflächen, die das wichtigste Schutzschild im Kampf gegen den globalen Klimawandel darstellen, gehen durch „neue Stadt“-Projekte nach und nach verloren.

„DIE SPRACHE DES FOTOS: DAS ENDE EINER ÄRA“

Die Landschaft auf dem preisgekrönten Bild zeigt, dass die Stadtviertel im Norden Istanbuls ihre landwirtschaftliche Identität verloren haben. Die aufragenden Kräne und Betonskelette bestätigen, dass die nördlichen Wälder und landwirtschaftlichen Becken, die als Atemwege der Stadt fungieren, zum neuen Epizentrum der Bauindustrie geworden sind.